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Trotz hartem Kampf ging Pforzheim/Eutingen (Nr. 35 Nicolai Gerstner, Nr. 34 Max Lupus) im entscheidenden Spiel gegen TuS Volmetal K.o.
Trotz hartem Kampf ging Pforzheim/Eutingen (Nr. 35 Nicolai Gerstner, Nr. 34 Max Lupus) im entscheidenden Spiel gegen TuS Volmetal K.o.
Deprimiert waren Marius Hufnagel, Nicolai Gerstner und SG-Trainer Alexander Lipps (von links).
Deprimiert waren Marius Hufnagel, Nicolai Gerstner und SG-Trainer Alexander Lipps (von links).
14.05.2017

Der Strohhalm ist geknickt: Starke Leistung der SG-Handballer in der Relegation reicht nicht

Nach einer 23:25-Niederlage im entscheidenden Spiel um den Verbleib in der 3. Handball-Bundesliga gegen Gastgeber TuS Volmetal muss die SG Pforzheim/Eutingen nach nur einer Spielrunde in die Oberliga Baden-Württemberg zurück.

Im Halbfinale am Samstag hatte sich das Team mit einem 26:25 über die SG LVB Leipzig die Teilnahme an diesem „Endspiel“ verdient. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte SG-Trainer Alexander Lipps.

Bittere Tränen flossen nach dem Abpfiff in der Sporthalle in Hagen-Volmetal nachdem die Pforzheimer zum zweiten Mal binnen zwanzig Stunden Charakter bewiesen und in einer Partie auf Augenhöhe wirklich alles gegeben hatten. Entscheidend waren gegen Volmetal letztlich zwei Phasen, nämlich die fünf Minuten vor der Pause, in denen die von ihrem Anhang unterstützen Hausherren aus einem 7:7 ein 11:7 machten, und acht Minuten im zweiten Abschnitt, in denen die Pforzheimer erneut torlos blieben, Volmetal aber dreimal traf.

Nach dem 7:11-Pausenrückstand muss Trainer Lipps seine Recken gut aufgebaut haben, denn die Eutinger kamen mit breiter Brust aus der Kabine. Bis zur 38. Minute hatten sie sich dank des wieder starken Marius Hufnagel auf 12:13 herangekämpft. In der 41. Minute gelang Dominik Seganfreddo, der erneut auf die Zähne gebissen hatte, der 14:14-Ausgleich.

Gegner zieht davon

Dem folgte dann aber die zweite Schwächephase der Eutinger, während der die Gastgeber auf 17:14 wegzogen. Doch auch in der Folge stand die SG noch einmal auf, war beim 19:20 (55. Minute/Sandro Münch), 20:21 (57./Max Lupus), 21:22 (57./Dominik Seganfreddo) und 22:23 (58./Max Lupus) noch viermal dran, doch der Gleichstand wollte einfach nicht gelingen. Als Volmetals Sackmann 40 Sekunden vor der Schlusssirene auch seinen sechsten Siebenmeter gnadenlos verwandelte, war der Strohhalm, an den sich die Pforzheimer klammerten geknickt.

Leipzig knapp geschlagen

Bereits am Samstag hatte die SG im Halbfinale mit der SG LVB Leipzig im laut Alexander Lipps „besten Saisonspiel meiner Mannschaft“ einen ähnlichen Krimi geboten. Nachdem die Sachsen zunächst vorne gelegen hatten, holten Tobias Müller und Hufnagel mit den letzten beiden Treffern der ersten Spielhälfte die Sachsen zum 12:12-Pausenstand ein. In der zweiten Hälfte setzte SG-Torhüter Rico Petruzzi mit einem parierten Siebenmeter das Fanal für die zehn hoch brisanten Schlussminuten. Nikolai Gerstner war es dann, dem in der 58. Minute das 26:25 gelang. Es folgten 100 Sekunden mit offener Manndeckung der Sachsen, Zittern der Pforzheimer und Auszeiten in beiden Lagern, dann war die Endspielteilnahme der SG klar.

Nach heutigem Stand ist die SG trotz allem abgestiegen.