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In den besseren Spielen stimmt zumindest der Einsatz, daher darf der VfB (rechts Daniel Didavi) noch hoffen (links Wolfsburgs Josuha Guilavogui).
In den besseren Spielen stimmt zumindest der Einsatz, daher darf der VfB (rechts Daniel Didavi) noch hoffen (links Wolfsburgs Josuha Guilavogui).
Trotz des starken Torhüters Ron-Robert Zieler (rechts) sieht es manchmal aus, als sei für den VfB alles zu spät. Nach ein wenig Pech und vor allem vielen Pleiten und Pannen stecken die Schwaben in der Bundesligist tief im Abstiegskampf. Fotos: Steffen
Trotz des starken Torhüters Ron-Robert Zieler (rechts) sieht es manchmal aus, als sei für den VfB alles zu spät. Nach ein wenig Pech und vor allem vielen Pleiten und Pannen stecken die Schwaben in der Bundesligist tief im Abstiegskampf. Fotos: Steffen
10.05.2019

Der Stuttgarter Abstiegsk(r)ampf

Nur wenn der VfB Rang 16 vorzeitig sichert, gibt es eine Chance auf Ruhe. Der Klassenverbleib hängt aber in jedem Fall am seidenen Faden.

Stuttgart. Im letzten Punktspiel zu Hause geht es den VfB Stuttgar um viel. „Das ist für uns ein extrem wichtiges Spiel. Wir müssen diesen Schritt machen, um die Relegation zu sichern“, sagte Interimstrainer Nico Willig. Bei einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg am heutigen Samstag (15.30 Uhr/Sky) bräuchte der VfB zumindest den direkten Abstieg nicht mehr fürchten. Doch was spricht derzeit dafür, dass sich der VfB in der Fußball-Bundesliga hält – und was dagegen?

Die Argumente gegen ein positives Saisonende

Der VfB hat beim 1:3 in Berlin gegen Hertha BSC die positive Energie verschenkt, die der 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach gebracht hatte. „Was gegen Gladbach gut war, war gegen Hertha durchgehend schlecht“, sagte Willig nach dem zweiten Spiel unter seiner Regie. Niederlagen gegen Wolfsburg und beim FC Schalke 04 sind alles andere als unrealistisch: Für den VfL geht es um die Europapokalränge, zudem sind die „Wölfe“ mit bereits acht Siegen auf fremdem Platz so auswärtsstark wie noch in keiner anderen Saison. Schalke wird die missratene Spielzeit mit einer guten Vorstellung vor eigenem Publikum beenden wollen. Gegen den VfB spricht auch, dass der von Willig zum „Signalspieler“ ausgerufene Andreas Beck wegen einer Knieverletzung im Saisonendspurt fehlt. Ohne den Blondschopf holte Stuttgart in der laufenden Spielzeit noch nicht einen einzigen Punkt.

Die Argumente für ein positives Saisonende

Gegen Mönchengladbach hat die Mannschaft gezeigt, dass sie die elementaren Dinge noch kann – kämpfen, diszipliniert verteidigen, Zweikämpfe provozieren und gewinnen, aus wenigen Chancen ein Tor machen. Da holte der VfB nach dem 0:6-Debakel beim FC Augsburg nach und nach die Unterstützung aus der Kurve zurück. Fünf der sechs Saisonsiege gelangen Stuttgart (24 Punkte) daheim. Da erzielten sie auch fast doppelt so viele Tore wie auswärts.

Für den 1. FC Nürnberg (19) mit dem Pforzheimer Verteidiger Robert Bauer und das Schlusslicht Hannover 96 (18) ist der Druck zudem viel höher. Beide Verfolger müssen zwingend zweimal gewinnen, damit ihnen überhaupt noch die Rettung gelingen kann. Beide Teams treffen noch auf den SC Freiburg. Das Team um den Pforzheimer Vincenzo Grifo kann befreit aufspielen, da es seit der vergangenen Woche gerettet ist.

Nürnberg empfängt zunächst am heutigen Samstag die Gladbacher, die punktgleich mit Wolfsburg um den Einzug in den Europapokal kämpfen. Hannover wiederum erwartet am letzten Spieltag Fortuna Düsseldorf.

Mögliche VfB-Aufstellung: Zieler – Pavard, Kabak, Kempf, Sosa –Castro - Gentner, Aogo – Didavi – Donis, Gomez