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Die Kontinuität beim TC Wolfsberg verkörpern auch Vizepräsidentin Inge Walter und Vereinschef Reiner Hell. Foto: Koller
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Das neue Trainerteam beim TCW: Von links Vizepräsident Stefan Karcher, Alexander Beyer, Thomas Frank und Oliver Markus. Zum Team gehört auch noch Holger Lehmann, der als Bezirkstrainer beim TCW tätig ist. Foto: Joseph

Der TC Wolfsberg startet in die Saison: Mit Kontinuität in die Zukunft

Pforzheim. Wenn am Wochenende die Tennis-Saison auf den Freiplätzen beginnt, dann geht es auch beim TC Wolfsberg Pforzheim wieder rund. Zwar ist das Flaggschiff des Vereins, die Männermannschaft in der 2. Bundesliga, erst ab Juli im Einsatz.

Aber wenn ein Verein 32 Mannschaften von der U8 bis zu den Senioren 70 Wettkampfbetrieb angemeldet hat, ist so eine Tennisanlage am Wochenende immer gut ausgebucht, selbst wenn zehn Plätze im Freien zur Verfügung stehen.

Der TC Wolfsberg ist so etwas wie ein Leuchtturmprojekt in der Tennis-Region. Kontinuität und Erfolg gehen in der Pforzheimer Nordstadt Hand in Hand. Dass der Verein auch im 92. Jahr seines Bestehens so erfolgreich ist, hängt mit der familiären Atmosphäre im Club zusammen.

Familiäre Note

Diese familiäre Note wird offensichtlich, wenn man auf die Leute schaut, die seit Jahren das TCW-Schiff steuern. Peter Hell war von 1975 bis 1996 Präsident, sein Bruder Reiner hat das Amt seit 2014 inne. Peter Hells Tochter Petra ist Jugendleiterin, sein Sohn Thomas seit vielen Jahren der Sportliche Leiter auf dem Wolfsberg, der die erfolgreichen Turniere ebenso managt wie die Herrenmannschaft, die nun schon seit 35 Jahren in der zweithöchsten Spielklasse (Regionalliga/2. Bundesliga) beheimatet ist, eine in Deutschland einmalige Erfolgsgeschichte.

Reiner Hell wird nicht müde, „den Zusammenhalt und das freundschaftliche Verhältnis untereinander“ zu würdigen. Nur so sei es möglich gewesen, auch die Herausforderungen der schweren Zeiten zu bewältigen. Die schweren Zeiten waren in den 80er Jahren, „als die Golfspielerei los ging“, wie Hell es formuliert. Die Tennisvereine verloren damals viele Mitglieder. Auch beim TCW bröckelte es. Von 550 Mitgliedern ging es abwärts, bis mit 280 die Talsohle erreicht war. Dabei musste die große Anlage weiter gepflegt werden ein Platzwart war zu bezahlen, der Hallenbau zu finanzieren. „Das war nicht immer leicht“, berichtet der Präsident.

Doch der Wolfsberg kämpfte sich durch, steht heute wieder gut da. Die Finanzen sind saniert, die Anlage ist in Schuss, 400 Mitglieder haben in der Nordstadt ihr sportliches Zuhause. Möglich war das alles nur, „weil wir ein tolles Team sind und uns gut verstehen“, wie es Vizepräsidentin Inge Walter formuliert, die seit 35 Jahren im TCW-Vorstand mitmischt.

Neues Trainerteam

Kontinuität als Schlüssel zum Erfolg – auf der Trainerposition gab es die auch jahrelang. Doch als nun mit Laszlo Laszlo und Marco Ockernahl zwei langjährige Übungsleiter aus privaten Gründen ihre Zelte auf dem Wolfsberg abbrachen, war der Zeitpunkt für einen Neubeginn gekommen. Mit dem langjährigen TCW-Spieler Thomas Frank, Oliver Markus aus Mannheim, der früher ebenfalls für den TCW spielte, Alexander Bayer aus Karlsruhe, und dem Kleinsteinbacher Holger Lehmann sieht sich der Club „für die Zukunft gut aufgestellt“ (Reiner Hell).

Dass der Verein zukunftsfähig bleibt, dafür sorgt eine aktive Jugendabteilung mit Peter Hell-Karcher und Myriam Muckenhammer und eine funktionierende Breitensportabteilung, die Vizepräsident Frank Eberhardt verantwortet.