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Souverän, auch wenn der Druck steigt: Stuttgarts Trainer Hannes Wolf bleibt vor dem Spiel in Hannover gelassen. Foto: Karmann
Souverän, auch wenn der Druck steigt: Stuttgarts Trainer Hannes Wolf bleibt vor dem Spiel in Hannover gelassen. Foto: Karmann
Ex-Kollege Martin Harnik will gegen Stuttgart wieder treffen. Foto: Anspach
Ex-Kollege Martin Harnik will gegen Stuttgart wieder treffen. Foto: Anspach
Duell auf höchstem Niveau: Hannovers Oliver Sorg (links) und Stuttgarts Takuma Asano treffen im Spitzenspiel aufeinander. Foto: Anspach
Duell auf höchstem Niveau: Hannovers Oliver Sorg (links) und Stuttgarts Takuma Asano treffen im Spitzenspiel aufeinander. Foto: Anspach
12.05.2017

Der VfB kann schon in Hannover den Aufstieg klarmachen

Trainer Hannes Wolf wehrt sich gegen Dortmund-Gerüchte.Ex-Spieler Martin Harnik im Griff behalten, den direkten Konkurrenten schlagen und die sofortige Rückkehr in die Bundesliga schaffen – die Partie bei Hannover 96 ist für den VfB Stuttgart eine ganz besondere. „Wir wissen, um was es da geht und wir wissen, dass es sportlich großartig wäre, das da zu schaffen. Das ist kaum in Worte zu fassen“, betonte Trainer Hannes Wolf. „Wir brauchen keine extra Motivation für das Spiel.“

Gewinnen die Schwaben am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) das Duell der beiden Bundesliga-Absteiger, haben sie den Aufstieg sicher. Bei einer Niederlage von Verfolger Eintracht Braunschweig gegen Arminia Bielefeld reicht auch ein Remis in der HDI-Arena. „Ich würde sehr gerne am Sonntag gewinnen“, sagte Wolf zu den möglichen Szenarien.

Verzichten muss Stuttgart dabei möglicherweise auf Alexandru Maxim (muskuläre Probleme im Oberschenkel). Auch Anto Grgic ist nach einem Schlag auf das Sprunggelenk angeschlagen.

Ähnliche Situationen kennt Wolf bislang nur aus seiner Zeit als Jugendtrainer bei Borussia Dortmund vor den Finalspielen um die deutsche Meisterschaft. Das könne man vergleichen, meinte der 36-Jährige. „Es fühlt sich schon so an, dass man an dem Tag viel gewinnen kann. Sehr viel gewinnen kann“, sagte Wolf, schränkte jedoch sofort ein: „Das ist aber die ganzen letzten Wochen schon so. Es spitzt sich zu. Dann spitzt es sich noch mal zu. Und noch mal zu.“

Was im Falle des Aufstiegs passieren werde, wollte und konnte Wolf nicht beantworten. „Meine Planungen gehen genau bis zum Abpfiff am Sonntag“, betonte er. Den Gedanken an ein Scheitern lasse er durchaus zu. „Ich habe mich von Anfang an damit beschäftigt, was ist, wenn es nicht klappt. Halte ich das aus? Das würde ich aushalten“, erklärte der für seinen souveränen Umgang oft gelobte Trainer.

„Er hat nicht nur die unbedingt notwendige Fachkompetenz für den Job, er hat vor allem die Persönlichkeit“, lobte Sportvorstand Jan Schindelmeiser in einem Interview bei „spox.com“. „Er bringt alles mit, was man als Trainer braucht, um auf Dauer erfolgreich zu sein. Ich würde mir wünschen, dass es der Anfang einer großen Trainerkarriere beim VfB ist.“

Die schließt Wolf nicht aus, wehrt sich aber gegen die aufkommenden Gerüchte einer möglichen Rückkehr nach Dortmund. „Das ist kein Thema, nur weil das irgendjemand irgendwo geschrieben hat“, sagte Wolf: „Ich gehe davon aus, dass ich nächstes Jahr hier bin.“