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16.09.2016

Der erste Sieg ist überfällig beim Karlsruher SC

Unter umgekehrten Vorzeichen spielen am morgigen Sonntag (13.30 Uhr/Sky) die Fußballer des Karlsruher SC und des FC St. Pauli gegeneinander. Der in der 2. Liga zuvor ungeschlagene SC kassierte vor einer Woche beim FC Union Berlin ein 0:4, während die Kicker vom Kiez, die ihre ersten drei Spiele verloren hatten gegen Arminia Bielefeld ein 2:1 schafften. Beide Mannschaften haben also erst drei Punkte, stehen sich somit in einem Kellerduell gegenüber.

„In Berlin lief ab der zweiten Minute alles gegen uns, und irgendwann haben die Jungs auch resigniert“, ging KSC-Trainer Tomas Oral vor der Presse noch einmal kurz auf die jüngste Pleite ein. Der schwache Auftritt sei inzwischen jedoch („Wir hatten eine lange Woche)“ analysiert und abgehakt.

Gegen St. Pauli, so der Karlsruher Cheftrainer weiter, müsse seine Mannschaft dahin kommen, wo sie vor der Klatsche in Berlin, schon war. Sie müsse wieder – „von der ersten bis zur letzten Minute“ – über eine gute Struktur verfügen, in die Zweikämpfe kommen und „Zugriff“ auf den Gegner haben. „Und die Jungs haben doch auch schon gezeigt, dass sie Chancen herausspielen und herauskämpfen können.“ Durch deren Umsetzung in Tore müssten sich seine Spieler dann endlich mit drei Punkten belohnen. Oral räumt ohne Umschweife ein: „Wir sind unter Zugzwang.“

Mit dem Spiel gegen die Hanseaten startet der KSC in eine Englische Woche, nach der klar sein dürfte, ob die Blauweißen gegen den Abstieg spielen, oder den Blick wenigstens schräg nach oben richten können. Am Mittwoch (17.30 Uhr) ist der KSC bei Hannover 96 zu Gast, und heute in einer Woche tritt Aufsteiger Erzgebirge Aue im Wildpark an. Die Mitgliederversammlung am Tag darauf (Sonntag, 25. September, 14.30 Uhr) könnte durchaus ungemütlich werden.

„Wir müssen jetzt mit ruhiger Hand weiterarbeiten“, fordert KSC-Sportdirektor Jens Todt: „Wer in einer so schwierigen Phase die Nerven behält, ist letztendlich erfolgreicher als Vereine, die sich in die Hose machen.“

Mögliche KSC-Aufstellung: Vollath – Valentini, Thoelke, Figueras, Sallahi – Kinsombi, Kom – Mavrias, Prömel, Stoppelkamp – Diamantakos