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Schreckgespenst für den SV Spielberg: Angreifer Leo Neziraj vom FC Nöttingen (rechts) war bei den letzten Duellen der Lokalrivalen selten zu bremsen und hat fast immer getroffen. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
04.10.2012

Derby FC Nöttingen - SV Spielberg mit Standardergebnis

Der FC Nöttingen spielt gerne gegen den SV Spielberg. Zuletzt blieb der FCN meist 3:0-Sieger in den Duellen mit dem SVS. Der Gastgeber aus Karlsbad tritt jetzt aber mit neuem Trainer und neuem Mut an.

Bildergalerie: Über 2000 Fans beim Derby FC Nöttingen - TSV Grunbach

Bildergalerie: 0:0 im Derby FC Nöttingen gegen TSV Grunbach

Fußballer freuen sich meistens auf Derbys, doch im Falle des SV Spielberg und des FC Nöttingen war die Freude zuletzt etwas einseitig. Es schien fast, als stehe das Ergebnis schon vor dem Anpfiff fest, denn ein 3:0 für Nöttingen hat sich als Standardresultat zwischen den beiden Fußball-Oberligisten zuletzt etabliert. 3:0 für Nöttingen stand es auch im August dieses Jahres, nachdem sich beide Teams im badischen Pokal gegenübergestanden hatten. Am Samstag um 16.45 Uhr kommt es nun in der Liga zur Neuauflage dieses Duells.

Genervt und gefrustet

Für die Nöttinger ist es das zweite Derby innerhalb von sechs Tagen. 0:0 hatten sich die Lila-Weißen am Montagabend vor 2000 Zuschauern vom Kreisrivalen TSV Grunbach getrennt. Anschließend war Trainer Michael Wittwer sichtlich angefressen – und kurz angebunden. Ihn nervt, dass sein Team zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht. Gegen Grunbach lautete das Chancenverhältnis 5:0. Und Wittwer nervt, dass mancher umstrittene Schiedsrichterpfiff bislang ebenfalls eine bessere Punktausbeute verhinderte. Gegen Grunbach wurde ein Tor von Metin Telle annuliert, weil der Linienrichter auf Abseits entschied.

Die zwölf Zähler, die Nöttingen aus den ersten acht Saisonspielen geholt hat, sind ungenügend. Gefordert sind nun beim FCN vor allem die Angreifer. Zuletzt endeten die Spiele beim VfR Mannheim und gegen Grunbach 0:0. „Das ist zu wenig“, sagt Vereinschef Dirk Steidl.

Da mag es vor allem Stürmer Leutrim „Leo“ Neziraj entgegen kommen, dass es nun nach Spielberg geht. Dort hat der Angreifer mit albanischen Wurzeln in den vergangenen Spielen fast immer getroffen, oft sogar doppelt.

Friedbergers guter Einstand

In Spielberg versuchen sie, mit einem neuen Trainer ihr Nöttingen-Trauma zu bewältigen. Ralf Friedberger steht seit zwei Wochen als Nachfolger von Peter Kobel an der Seitenlinie. Die ersten Ergebnisse machen Mut. Zu Friedbergers Einstand gab es ein 2:2 gegen Balingen nach 1:2-Rückstand, eine Woche später in Freiberg gar einen 3:2-Erfolg nach 0:2-Rückstand. „Vielleicht geben die letzten beiden Auftritte Mut und Selbstvertrauen“, sagt Friedberger und fordert „Leidenschaft und Engagement“. Die hatten Spielbergs Fans in den vergangenen Lokalduellen bei den Kickern aus Karlsbad nämlich bisweilen vermisst.

Bei Spielberg sind bis auf den langzeitverletzten Daniel Bogdanovic alle Mann an Bord, in Nöttingen kann Michael Wittwer voraussichtlich auf den gleichen Kader zurückgreifen, der zuletzt gegen Grunbach aufgeboten wurde. Es würde nicht überraschen, wenn Riccardo Di Piazza seinen Platz in der Startformation wieder abtreten müsste. Der Spielmacher war einst dank technischer Fertigkeiten und starker Standards im FCN-Team gesetzt. Doch seit er vergangene Saison durch viele Krankheiten und Verletzungen immer wieder aus dem Tritt gekommen war, hat er seinen Rhythmus nicht wiedergefunden.