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SG Pforzheim/Eutingen siegt im Derby gegen TGS Pforzheim © PZ-Archiv
04.02.2012

Derby: SG Pforzheim/Eutingen siegt gegen TGS Pforzheim

Revanche geglückt: Nach dem bitteren 21:24 im Hinspiel hat die SG Pforzheim/Eutingen am Samstagabend das Rückspiel in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg gegen den Lokalrivalen TGS Pforzheim mit 28:25 (12:12) gewonnen. Gewonnen hat auch wieder einmal der Handballsport in Pforzheim: In der ausverkauften Konrad-Adenauer-Sporthalle erlebten die 730 Zuschauer – mehr hatte die Stadt diesmal nicht zugelassen – einen emotionalen und spannenden Abend.

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Das Spiel war bis zur 50. Minute ausgeglichen und absolut offen. Doch dann schwanden bei den Gästen von der TGS die Kräfte. Es machte sich bemerkbar, dass der Kader der SG breiter aufgestellt ist und dadurch mehr Wechselmöglichkeiten bestehen. Bei der TGS hingegen spielte die erste Garnitur nahezu durch.

Auffällig war, dass beide Mannschaften mit sehr viel Herzblut zur Sache gingen. So entwickelte sich ein rassiges Derby mit dem glücklichen Ende für die Gastgeber. „Letztlich war es ein verdienter Sieg für die SG“, zeigte sich TGS-Abwehrchef Tobias Müller als fairer Verlierer. Am Ende, so Müller, habe es seiner Mannschaft an der nötigen Durchschlagskraft aus dem Rückraum gefehlt.

Ohne ihren Kapitän Florian Taafel, der das Hinspiel fast im Alleingang entschied, präsentierte sich die TGS lange Zeit als Gegner auf Augenhöhe. Die SG hatte Probleme, die bewegliche und aggressive Deckung der Gäste auszuspielen. „Wir haben generell zu wenig in die Tiefe und an den Kreis gespielt und sind auch zu wenig dahin gegangen, wo es wehtut“, bemängelte SG-Vorsitzender Jörg Lupus.

Bei der TGS überragten Kapitän und Spielmacher Sven Kaiser mit neun Toren und Keeper Jonathan Binder mit spektakulären Paraden. Auf der Gegenseite steigerte sich Torhüter Peter Pcola nach einigen sehr unglücklichen Gegentoren zum Ende des Spieles erheblich und sorgte für Sicherheit.

Die TGS führte in der 43. Minute erstmals mit zwei Toren (20:18), konnte den Vorsprung aber nicht halten. Beim Stande von 22:22 in der 50. Minute war alles offen. Dann erzielten der starke Manuel Frietsch (54. Minuten) und Philip Schückle (55.) die Tore zur 25:22-Führung für die SG. Den Vorsprung ließ sich der Favorit nicht mehr nehmen.

Für die SG war es nicht nur ein Prestigeerfolg im Derby, es waren auch zwei wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze. Trainer Wilfried Job und sein Team haben als aktueller Tabellendritter (die ersten zwei steigen auf) den Kampf um den Aufstieg nicht aus den Augen verloren. Ein Schlüsselspiel steigt bereits am kommenden Mittwoch um 20.15 Uhr, wenn die SG beim Tabellenzweiten SG Kronau/Östringen antreten muss. Mit einem Sieg würden die Aufstiegsaktien der Pforzheimer steigen. „Wenn wir gewinnen, sind wir wieder dabei. Allerdings wird es schwer in Kronau. Da müssen wir uns gewaltig steigern“, weiß Wilfried Job. Der erfahrene Coach, der nach dem Derby-Hinspiel für den zurückgetretenen Marc Nagel eingesprungen ist, hat seither eine stolze Bilanz von 21:5 Punkten vorzuweisen.

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