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Drei Rückkehrer: Tobias Häfner (in Blau) ist im Sommer als Spielertrainer zum SV Illingen gegangen, mit dem er 2013/14 in der Bezirksliga zu Gange war. Sven Ebert (links) und Arne Körner (rechts) haben sich noch einmal Phönix Lomersheim angeschlossen. PZ-Archiv
Drei Rückkehrer: Tobias Häfner (in Blau) ist im Sommer als Spielertrainer zum SV Illingen gegangen, mit dem er 2013/14 in der Bezirksliga zu Gange war. Sven Ebert (links) und Arne Körner (rechts) haben sich noch einmal Phönix Lomersheim angeschlossen. PZ-Archiv
24.08.2017

Derby SV Illingen gegen Phönix Lomersheim ist selten und reizvoll

Die Welt ist klein und vor allem die lokale Fußball-Szene überschaubar. So war der ehemalige Phönix-Trainer Jochen Heim vorige Woche mit dem TSV Nussdorf in Lomersheim zu Gast – und bezog beim Start in die Kreisliga A 3 eine 0:10-Niederlage.

Für einen anderen Rückkehrer lief es besser: Achim Lehmann, früher Phönix-Spieler und inzwischen Trainer beim FV Markgröningen, feierte gegen Lomersheim II einen 3:0-Auswärtssieg.

Wie sich die erste Phönix-Mannschaft am Sonntag (15 Uhr) beim SV Illingen schlägt, interessiert Lehmann mit Sicherheit auch. Schließlich wechselte er einst von Lomersheim zum Club der Nachbargemeinde und wurde in Illingen sogar heimisch. Phönix-Torhüter Yannik Jensen ist sein Neffe.

Phönix gegen den SVI, das ist vor allem aus Illinger Sicht eine reizvolle Partie. Sie sind der Herausforderer, der sich mit einem Verein misst, dem im Raum Mühlacker immer Mal wieder eine Rolle zugeschrieben wird, wie sie der FC Bayern München im deutschen Fußball hat.

Auch nach dem Abstieg aus der Bezirksliga ist Phönix der lokale Fixpunkt. Die Lomersheimer würden einem Sieg nicht zu viel Bedeutung zumessen wollen, vor allem aber wissen sie, wie schwer die Aufgabe ist. „Die sind motiviert“, sagt Phönix-Vorstandsmitglied Ulrich Rümmelin: „Gegen Illingen ging es immer heiß her, da gab es immer auf die Socken.“

Rümmelin stammt aus Mühlacker. Der Bezug zu Lomersheim ergab sich im Jahr der Eingemeindung (1971), dadurch dass der FCPhönix Mühlacker mit dem Sportverein des Nachbarorts fusionierte. Gut zehn Jahre später bezog Familie Rümmelin ein eigenes Haus – in Illingen. Auch daraus ergab sich eine Verbindung zwischen Phönix und dem SVI. In der Nachbarschaft ist nämlich Martin Maier zu Hause, der so alt ist wie Ulrich Rümmelins Sohn Alexander. Schon als großes Talent wechselte Maier vom SVI zu Phönix.

Wie eng die Verbindung des inzwischen 32-Jährigen zu den Lomersheimern ist, zeigt sich daran, dass er inzwischen dreimal bei diesem Verein war: Nach der ersten Rückkehr hatte er 2011 entscheidenden Anteil am ersehnten Aufstieg in die Bezirksliga. Zu dieser Zeit war er nicht nur Spieler, sondern auch Trainer-Lehrling bei Ex-Profi Eberhard Carl. Nach Maiers zweiter Rückkehr (2015) war er erst Spieler und half nach der Trennung von Jochen Heim bis zur Winterpause als Trainer aus. Dann widmete sich der Finanzberater erstmal seiner Familie. Lange hielt sich Maier aber nicht vom Fußball fern: Inzwischen ist er wieder Spieler, aber nicht in Lomersheim, sondern beim Lokalrivalen Illingen. Zum SVI wiederum ist im Sommer eine andere lokale Fußball-Größe zurückgekehrt: Als Spielertrainer fungiert dort nun Tobias Häfner, der zuletzt zum Aufschwung des SV Riet beigetragen hatte.

Und es gibt noch mehr Rückkehrer: Von den Sportfreunden Mühlacker zog es Sven Ebert erneut zum Nachbarn Phönix, wo nun auch sein Bruder Nils spielt. Ein alter Bekannter in Lomersheim ist zudem Arne Körner. 2014 hatte er sich etwas abrupt bei Phönix ausgeklinkt – und war zum SVI gewechselt. Nun kehrte er über den FV Tiefenbronn (Kreisklasse A 2 Pforzheim) zum Heimatverein zurück. Daheim ist es bekanntlich ja doch am Schönsten.