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Karlsruher SC

Große Kämpfe vor großer Kulisse: Wenn der Karlsruher SC und Kaiserslautern, wie hier im August 2018, aufeinandertreffen, ist immer was los. Foto: dpa
Große Kämpfe vor großer Kulisse: Wenn der Karlsruher SC und Kaiserslautern, wie hier im August 2018, aufeinandertreffen, ist immer was los. Foto: dpa
15.02.2019

Derbyfieber im Wildparkstadion: Karlsruher SC empfängt den 1. FC Kaiserslautern

Karlsruhe. Im Vorfeld besonderer Fußballspiele greifen Trainer gerne auch zu besonderen Maßnahmen. Der gastgebende Karlsruher SC zum Beispiel schloss beim Abschlusstraining vor dem Spiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern (14.00 Uhr/SWR) die Öffentlichkeit aus.

Dabei sind in der 59. Auflage des traditionsreichen Südwestderbys vom Karlsruher Chefcoach Alois Schwartz eigentlich keine Überraschung zu erwarten. FCK-Trainer Sascha Hildmann jedenfalls sagte im Vorfeld des aus polizeilicher Sicht „Hochrisikospiels“ über die Hausherren: „Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft, die fast immer in der gleichen Aufstellung spielt, taktisch ein 4-4-2.“ Der Gästecoach äußerte aber großen Respekt vor den Karlsruher Standardsituationen: Nach ruhenden Bällen (Ecke, Freistoß, Elfmeter) habe der KSC schon 17 Tore erzielt. Für seine Mannschaft folge daraus: Standards vermeiden! „Und wenn sie trotzdem kommen, müssen wir uns mit allem was wir haben dagegenstemmen, uns reinschmeißen, reinfetzen in die Bälle.“

Für die Pfälzer geht es auf der „Baustelle“ Wildparkstadion natürlich auch – aber nicht primär – um die drei Punkte. Zu weit hinkt der letztjährige Zweitligist seinem Saisonziel „sofortiger Wiederaufstieg“ hinterher, aktuell 15 Zähler. „Am Samstag zählen keine Tabellenplätze und keine Saisonziele, in diesem Derby zählt nur der Sieg!“, formuliert „Der Betze brennt“, das erste Online-Magazin zum 1. FC Kaiserslautern, die Erwartungen der FCK-Fans vor dem jetzt „wichtigsten Spiel“ dieser Saison.

Dieser Scharfmacherei schließt sich Trainer Hildmann nicht vollumfänglich an: „Natürlich ist das für uns alle ein unwahrscheinlich wichtiges Spiel, für den Verein, die Mannschaft und die Fans. Trotzdem dürfen wir nicht verkrampfen. Wir müssen frei aufspielen können. Wir brauchen Mut und Selbstvertrauen und dürfen für uns selbst nicht zu großen Druck aufbauen, um dann Fehler zu machen, die man nicht machen darf.“

Warnung vor „Eigenfehlern“

Auch auf Karlsruher Seite sind „Eigenfehler“ ein Thema. „Die Eigenfehler werden das Spiel entscheiden“, vermutet Oliver Kreuzer. Klar, ein gewisses „Matchglück“ sei ebenfalls nötig, so der Sportdirektor der Wildparkprofis, und „eine gute Tagesform“. Weil die „Grundaggressivität“ in so einem Spiel „sicher höher“ sein werde, als sonst, gelte es darüber hinaus, kühlen Kopf zu bewahren.

Kreuzer warnt auch: Trotz des Tabellenstandes sei der KSC keine Klasse besser als der FCK, bzw. der FCK keine Klasse schlechter. Um trotzdem den Tabellenunterschied – der Zweite empfängt den Elften – mit dem Gewinn von drei Punkten verdeutlichen und die Englische Woche erfolgreich abschließen zu können, müsse der KSC nach zuletzt zwei Unentschieden auswärts „in allen Bereichen zulegen“. Die Mannschaft sei noch nicht griffig genug und habe noch Luft nach oben.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Camoglu, Stiefler, Wanitzek, Lorenz – Fink – Pourié