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Gemischte Bilanz: In der EM-Vorrunde gab es im deutschen Team mit Jennie Wolf Licht und Schatten, im Achtelfinale kam das Aus. Foto: Steinbrenner
Gemischte Bilanz: In der EM-Vorrunde gab es im deutschen Team mit Jennie Wolf Licht und Schatten, im Achtelfinale kam das Aus. Foto: Steinbrenner
16.07.2017

Deutsches Tischtennis-Team mit Jennie Wolf scheitert bereits im Achtelfinale an Mitfavorit Russland

Guimaraes/Portugal. Der Traum vom Gewinn einer Mannschafts-Medaille bei den 60. Jugend-Europameisterschaften im portugiesischen Guimaraes ist für Jennie Wolf früh ausgeträumt. Das Tischtennis-Nachwuchstalent verlor mit der Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), zu der außerdem Luisa Säger (DJK Offenburg), Lotta Rose (TTK Großburgwedel), Laura Tiefenbrunner (SV DJK Kolbermoor) und Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten) gehörten, im Achtelfinale gegen den an Position zwei gesetzten Mitfavoriten Russland mit 1:3.

Wolf verlor zunächst das Eröffnungsspiel gegen Anastasia Kolish mit 6:11, 5:11, 12:10 und 10:12 und musste sich anschließend auch der Nummer zwei der U18-Europarangliste, Mariia Tailakova, nach vier Durchgängen geschlagen geben.

Durch die Niederlage spielt das DTTB-Quintett nur noch um die Positionen neun bis 16. Auch die Qualifikation zu den Jugend-Weltmeisterschaften in Riva del Garda ist verpasst – dazu hätte man mindestens Fünfter werden müssen.

Schon auf dem Weg in das Achtelfinale musste das Quintett von Bundestrainerin Dana Weber überraschend einen Umweg über die Play-off-Runde gehen. Nach der Vorrunde hatte es nämlich nur zum dritten Platz gereicht. Während die Auftaktpartie gegen die Türkei noch mühelos mit 3:0 gewonnen wurde, gab es sowohl gegen Serbien als auch gegen Polen 1:3-Niederlagen.

Gegen die Türkei gewann Jennie Wolf das Eröffnungseinzel gegen Simay Kulakceken mit 12:10, 11:6 und 11:8. „Ich bin sehr gut in die Partie hinein gekommen. Die Leistung war zufriedenstellend.“ Einen perfekten Start erwischte die zukünftige Zweitligaakteurin des TTC 1946 Weinheim auch gegen die serbische Spitzenspielerin Izabela Lupulesku, Nummer acht der U18-Europarangliste, mit dem Gewinn des ersten Satzes (11:4). „Anschließend wurde meine Gegnerin jedoch immer stärker. Mir sind zu viele leichte Fehler unterlaufen“, analysierte Wolf die nachfolgenden drei Durchgänge (4:11, 8:11, 8:11). „Am Ende war Lupulesku einfach stärker.“

In der Partie gegen Polen hatte Jennie Wolf den Sieg gegen Julia Slazak auf dem Schläger. Mit 5:2 lag das Talent aus Ersingen bereits im letzten Abschnitt vorne, doch zum Erfolg reichte dieser Vorsprung nicht. Mit 9:11 ging der Abschnitt noch an Slazak. „Ich habe zu ängstlich und passiv gespielt“, suchte Wolf nach Gründen.

In der Play-off-Runde lösten die Weber-Schützlinge dann aber das Ticket für das Achtelfinale und setzten sich mühelos mit 3:0 gegen die Niederlande durch. Für den dritten und letzten Sieg sorgte Jennie Wolf, die Rachel Gerarts beim 11:6, 11:6 und 11:5-Erfolg keine Chance ließ.

„Es war nicht einfach, die Mannschaft nach den beiden Niederlagen gegen Serbien und Polen wieder aufzubauen“, berichtete die Bundestrainerin. „Die Mädchen haben sich aber sehr fokussiert und konzentriert gezeigt.“ Am Ende reichte es aber nicht für mehr.