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Mit dem KSC dürfte Marvin Pourie (links) um den Klassenverbleib kämpfen. Nürnberg mit Neuzugang Oliver Sorg will dagegen aufsteigen.  Foto: dpa/Deck 

Die 2. Liga präsentiert sich erstklassig – Die Ausgangslage für den VfB Stuttgart und den KSC

Stuttgart/Karlsruhe/Hamburg. Elf ehemalige Erstligisten, sogar sieben ehemalige deutsche Meister und fünf Trainer mit Erstligaerfahrung – die 2. Fußball-Bundesliga präsentiert sich erstklassig.

Mit den Absteigern VfB Stuttgart, Hannover 96 und 1. FC Nürnberg sowie dem Hamburger SV gibt es ein Favoriten-Quartett. „Wer soll sich denn sonst den Aufstieg zum Ziel setzen, wenn nicht diese vier Clubs“, fragt Hannovers Clubchef Martin Kind. Für die 96er gibt es auswärts gleich ein Wiedersehen mit Stuttgart (Freitag/20.30 Uhr/Sky). Beim VfB fällt Verteidiger Emiliano Insua mit einen Muskelfaserriss aus.

Eine Überraschung wird am ehesten Arminia Bielefeld, Holstein Kiel, dem VfL Bochum oder auch dem Vorjahresfünften 1. FC Heidenheim zugetraut. „Grundsätzlich geht die Schere in der 2. Liga immer weiter auseinander. Es gibt die großen Clubs und den Rest“, sagte der frühere Trainer Peter Neururer der „Sport-Bild“. Im Schnitt wurden aber 18 980 Dauerkarten verkauft.

Während 14 Clubs vor dem Start insgesamt nur etwa fünf Millionen Euro investierten, holten die vier Favoriten für fast 30 Millionen Euro Spieler. Dabei profitierten vor allem der HSV und der VfB durch hohe Einnahmen aus Verkäufen. Den teuersten Zugang leisteten sich Hamburg: David Kinsombi, früher Spieler des Karlsruher SC, kam für etwa drei Millionen Euro aus Kiel. Königstransfer beim HSV ist der Trainer. Das Bundesliga-Gründungsmitglied holte Dieter Hecking, der wie Mirko Slomka (Hannover), Robin Dutt (Bochum), Jos Luhukay (FC St. Pauli) und André Schubert (Kiel), bereits in der Bundesliga gearbeitet hat. Vereins-Ikone Uwe Seeler ist von Hecking überzeugt. „So einen braucht der HSV“.

Für Torhüter Ron-Robert Zieler, den es aus Stuttgart zurück nach Hannover zog, ist sein Ex-Club absoluter Favorit. „Er hat den mit Abstand höchsten Etat und einen unheimlichen Anspruch an sich selbst.“ Stuttgarts Trainer Tim Walter sagt: „Wir nehmen sie gerne, die Favoritenrolle.“

Für das Rückkehrer-Trio geht es um den Klassenverbleib. Drittliga-Meister war der VfL Osnabrück, Zweiter der KSC, der schon 24 Jahre in der Bundesliga gespielt hat. In Karlsruhe strebt Trainer Alois Schwartz eine schnelle Vertragsverlängerung an. Wieder zweitklassig ist auch der SV Wehen Wiesbaden, bei dem der KSC am Sonntag, (15.30 Uhr/Sky) in die Saison startet.