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Siegerehrung nach dem Grand Prix am Sonntag: Gewinnerin Susann Konrad auf Siena mit (von links) dem Reiterverein-Vorsitzenden Christian Kraus, Christine Metz vom Sponsor EGO, Turnierleiter Michael Walter, Dr. Johannes Haupt von EGO und Preisrichterin Sonja Pilton. Foto: Hennrich
Siegerehrung nach dem Grand Prix am Sonntag: Gewinnerin Susann Konrad auf Siena mit (von links) dem Reiterverein-Vorsitzenden Christian Kraus, Christine Metz vom Sponsor EGO, Turnierleiter Michael Walter, Dr. Johannes Haupt von EGO und Preisrichterin Sonja Pilton. Foto: Hennrich
Auf dem Hengst Lord Lichtenstein entschied Dressurreiterin Alexandra Stadelmayer vom RV Geislingen/Steige zwei wichtige Wettbewerbe auf dem Pforzheimer Buckenberg für sich. Foto: Hennrich
Auf dem Hengst Lord Lichtenstein entschied Dressurreiterin Alexandra Stadelmayer vom RV Geislingen/Steige zwei wichtige Wettbewerbe auf dem Pforzheimer Buckenberg für sich. Foto: Hennrich
Zu den erfolgreichen Reitern in Pforzheim zählte Matthias Kempkes, hier auf Stella. Foto: Hennrich
Zu den erfolgreichen Reitern in Pforzheim zählte Matthias Kempkes, hier auf Stella. Foto: Hennrich
16.04.2018

Die Amazonen dominieren bei den Pforzheimer Dressurtagen

Pforzheim. Es waren wieder einmal vier abwechslungsreiche Turniertage auf dem Pforzheimer Buckenberg. Bei den Pforzheimer Dressurtagen gab es an von Donnerstag bis Sonntag 17 Prüfungen aller Schwierigkeitsstufen. Knapp 200 Reiterinnen und Reiter aus ganz Süddeutschland waren angetreten.

Preisgelder in Höhe von rund 15.000 Euro waren ausgelobt. Die Nase vorne hatten in diesem Jahr die Amazonen: Susann Konrad vom RC Bodenseereiter Radolfzell gewann mit dem Grand Prix die Hauptprüfung am Sonntag, die beiden anderen hochdotierten Wettbewerbe entschied Alexandra Stadelmayer vom RV Geislinger Steige für sich.

Der Grand Prix am Sonntag war letztlich eine klare Angelegenheit. Susann Konrad siegte auf der Stute Siena mit 71,33 Prozent (1070 Punkte). Die Zahnärztin zog der Konkurrenz den Zahn. Matthias Kempkes (RA München) auf dem Wallach Ricoletto (68,500/1027,5) landete auf Rang zwei vor dem Australier Hayley Beresford vom RC Bissingen auf der Stute Rebecca (67,567/1013,5) und der punktgleichen Renate Gohr-Bimmel (Wellerhof Aspach) auf dem Wallach Don Ravel.

Zwei Siege und ein Verzicht

Womöglich hätte es zum Abschluss der Turniertage an der Spitze einen engeren Kampf gegeben, wenn Alexandra Stadelmayer noch einmal angetreten wäre. Doch die Geislingerin hatte sich entschieden, ihrem Hengst Lord Lichtenstein nach den zwei großartigen Auftritten in der Grand Prix Kür am Samstagabend und der Grand Prix Qualifikation am Freitag einen freien Sonntag zu gönnen. „Ich habe zwei Wettbewerbe gewonnen, es kann nicht mehr besser werden“, verabschiedete sich die Doppelsiegerin, nachdem sie Susann Konrad zweimal hauchdünn (mit 10 und 5,5 Punkten) hinter sich gelassen hatte. Bei der Grand Prix Kür am Samstag ritt Cordula Holz vom RV Nürtingen auf dem Wallach D‘Artagnan auf Rang drei, beim Kurz-Grand-Prix am Freitag belegte Renate Gohr-Bimmel auf Don Ravel den dritten Platz auf dem „Treppchen“.

Im vergangenen Jahr hatte Thomas Wagner auf dem Pforzheimer Buckenberg noch groß abgeräumt. In diesem Jahr hatte der Berufsreiter aus Bad Homburg aber sein Erfolgspferd Amoricello nicht dabei, trat lieber mit jungen Tieren an – und das durchaus erfolgreich. Auf der Stute Dark Pearl gewann er zwei S-Prüfungen, auf dem Wallach Leandro platzierte er sich in der Grand Prix Kür im Vorderfeld.

Regionale Starter

Der Erfolg des Pforzheimer Dressurtage ist auch darin begründet, dass es ein breitgefächertes Angebot an Wettbewerben gibt. So konnten sich auch die lokalen Reitgrößen präsentieren. Alexandra Pfeil vom TV Mühlacker belegte in einer M-Dressur Rang zwei, der gastgebende Reiterverein freute sich über Rang zwei für Sarah Karoline Rendes im Jugendförderpreis (A-Dressur).

Der Vereinsvorsitzende Christian Kraus zog am Ende zufrieden Bilanz: „Das Turnier wird immer bekannter, in den großen Prüfungen hatten wir deutlich mehr Starter als im Vorjahr.“ Die Reiter kommen gerne, weil „die Bedingungen stimmen“, wie Kraus erklärt. Dazu zählt auch der Boden in der großen Reithalle, der für 18.000 Euro erneuert wurde. Dass die Gastfreundschaft und Organisation auf dem Buckenberg gerühmt werden, dafür sind laut Kraus vor allem die zahlreichen Helfer verantwortlich, die ihre Gäste unter der Regie von Turnierchef Michael Walter umsorgen.