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Gut im Griff hatten die lila-weiß gekleideten Nöttinger den FC Villingen. Hier lassen Timo Brenner, Demis Jung und Marcel Rapp (von links) ihren Gegenspieler nicht entkommen. Foto: Becker
Den FCN erlöste Niklas Hecht-Zirpel. Foto:Becker
05.09.2012

Die Junior-Joker erlösen den FC Nöttingen

Schleppender Beginn, starkes Ende: Verdienter 2:0-Erfolg für den FC Nöttingen.Gegen den FC Villingen treffen die eingewechselten Hecht-Zirpel und Pfeiffer.

Bildergalerie: FC Nöttingen besiegt FC Villingen mit 2:0

Der eine ist 19, der andere 20 Jahre alt – und gemeinsam haben sie gestern Abend den FC Nöttingen zum 2:0(0:0)-Erfolg gegen den FC Villingen verholfen. Erst köpfte der jüngere Niklas Hecht-Zirpel den Fußball-Oberligisten im Nöttinger Panoramastadion sieben Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:0 (82. Minute). Dann machte Maximilian Pfeiffer 30 Sekunden nach seiner Hereinnahme alles klar (92.+3). „Die beiden haben gezeigt, dass sie in die Mannschaft wollen“, freute sich Nöttingens Trainer Michael Wittwer nach dem Spiel.

Und noch einen Spieler schloss der Coach in sein Lob ein – Deniz Nedzhmiev. Gemeinsam mit dem sehr offensiv ausgerichteten Leutrim Neziraj unterstützte er die Angriffe von Metin Telle. Wittwer hatte Nedzhmiev ins Spiel genommen, nachdem in den letzten drei Spielen ohne Sieg vor allem die offensive Durchschlagskraft zu wünschen übrig ließ.

Doch der Umstellung zum Trotz erspielten sich die Gäste die ersten Chancen. Erst stellte Nedzad Plavci mit einem harten Schuss von halblinker Position FCN-Torwart Sascha Rausch vor kleinere Probleme (4. Minute), dann rutschte Mansur Mansuroglu der Ball 18 Meter vor dem Tor über den Spann – und klatschte gefährlich an die Latte.

Bilger vergibt drei Chancen

Der Knaller ans Gebälk wurde zugleich zum Wachruf für Nöttingen: Die Lila-Weißen wurden nun mutiger in ihren Offensivaktionen, ohne aber Daniel Miletic im Gästetor bezwingen zu können. Nedzhmievs Schuss in der 26. Minute faustete er weg, Mario Bilgers Schuss nach einem sehenswerten Solo hielt er sicher (30.). Weil auch sein Schuss eine Minute knapp am Tor vorbeisegelte und ein Neziraj-Schuss per Kopf geklärt wurde (35.) ging es mit 0:0 in die Pause.

Für das erste Aha-Erlebnis der 412 Zuschauer in der zweiten Hälfte sorgte Neziraj: Per Hacke legte er sich den Ball selbst vor, drehte sich um die eigene Achse und zog ab. Doch der Schuss flog am spitzen Winkel am Tor vorbei (52.). Zehn Minuten später ließ Bilger auch seine dritte Chance des Tages ungenutzt. Nach einer traumhaften Kombination über Neziraj und Schenker schoss er aus sieben Metern den Torwart an (62.).

Nachdem auch drei Villinger Chancen zwischen der 77. und 80.Minute überstanden waren, schlug die Stunde des Niklas Hecht-Zirpel: Sieben Zeigerumdrehungen nach seiner Einwechslung stieg der 19-Jährige bei einer Ecke von Reinhard Schenker am höchsten. Den von rechts in den Strafraum segelnde Ball setzte der Jungspund zielgenau ins linke obere Eck – es stand 1:0. Spätestens da war auch Hecht-Zirpels Ärger verflogen. Der Jungspund war zunächst enttäuscht, weil er nicht von Beginn an ran durfte. „Aber er hat die richtige Antwort auf dem Platz gegeben“, sagte Wittwer nach der Partie.

Den Sieg erzwungen

Nöttingen hatte das Spiel nun im Griff. Nachdem der FCN-Trainer den mit Gelb belasteten Bilger in der 92. Minute vom Feld genommen hatte, schien der Schlusspfiff nahe. Doch zuvor setzte der für Bilger gekommene Pfeiffer den Schlusspunkt. Eine Co-Produktion mit Neziraj und Hecht-Zirpel vollendete er zum 2:0.

Besonders, dass seine Männer nach den vergebenen Chancen nicht aufgesteckt hatten, machte Wittwer glücklich: „Für uns war nicht nur wichtig, dass wir gewonnen haben, sondern auch die Art und Weise. Wir haben es immer weiter versucht und den Sieg so auch ein bisschen erzwungen.“