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14.03.2016

„Die Tabelle lügt nicht“ - Karlsruher SC derzeit nur Mittelmaß

Nach dem Derby ist vor dem Derby. Unter dieses Motto könnte der Karlsruher SC die recht lange Woche zwischen dem 0:0 gegen Heidenheim am Sonntag und dem Gastspiel in Freiburg am kommenden Montagabend stellen. Obwohl sieben Tage zwischen beiden Spielen liegen, gönnt Markus Kauczinski seinen Spielern nur einen freien Tag.

Denn: „Wir wollen dranbleiben“, sagt der KSC-Coach. Und: „Das wird ein besonderes Spiel“, warf der am Saisonende scheidende KSC-Coach schon am Montag, am Morgen nach dem torlosen Heimspiel gegen den FCH, einen Blick voraus. „Ausverkauftes Haus. Derby. Darauf freuen wir uns alle.“ Vor etwas mehr als neun Jahren, am 11. Dezember 2006, ebenfalls an einem Montagabend, waren die Wildparkprofis zuletzt im Breisgau zu Gast – und gewannen 4:0.

Jetzt wäre schon ein Unentschieden bei der torgefährlichsten Mannschaft der Liga ein Erfolg für die Wildparkprofis. Denn gegen Heidenheim wurde erneut deutlich, wo die Karlsruher Probleme liegen. „Man hat wieder gesehen, dass uns vorne die Durchschlagskraft fehlt“, sagt Markus Kauczinski. In der ersten Halbzeit hätten seine Schützlinge zu wenig Chancen herausgespielt. Später zählte er „fünf, sechs Schüsse“. Aber: „Das war alles ungefährlich – ohne Präzision und Härte.“

Dreimal stand hinten die Null

Das Entscheidende passiert nun einmal in den Strafräumen, weiß Kauczinski. „Wir können einige Dinge sehr gut.“ Dazu zählt jetzt wieder das Verteidigen. In den letzten drei Spielen stand hinten die Null. „In anderen Dingen hängen wir.“ Der Verlust im vergangenen Sommer von Torschützenkönig Rouwen Hennings (17 Tore) und Aufbauspieler Reinhold Yabo (5 Tore) war erwartungsgemäß nicht zu kompensieren. Deshalb stehe seine Mannschaft zurecht auf Platz neun. „Die Tabelle lügt nicht“, bemüht Kauczinski eine alte fußballerische Weisheit.

Man darf also gespannt sein, ob es Sportdirektor Jens Todt und dem neuen Trainer Tomas Oral gelingt, die offensive Harmlosigkeit der Wildparkprofis vor der neuen Saison zu beheben. Nur vier Mannschaften haben aktuell in der 2. Liga weniger Tore erzielt als die Badener. Ohne externe Neuzugänge dürfte sich das kaum verbessern. Personalentscheidungen seien in den nächsten zwei, drei Tagen jedoch nicht zu erwarten, bremst Todt. Und gegen Ende dieser Woche? „Denkbar“, sagt der Sportdirektor.