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Großer Einsatz für ein großes Ziel: Kapitän Timo Brenner will mit dem FC Nöttingen „unbedingt“ in die Regionalliga aufsteigen. Foto: Hennrich
Großer Einsatz für ein großes Ziel: Kapitän Timo Brenner will mit dem FC Nöttingen „unbedingt“ in die Regionalliga aufsteigen. Foto: Hennrich
09.05.2016

Die Verbissenheit lähmt: FC Nöttingen im Titelrennen unter Druck

Na was jetzt? Will denn niemand Meister in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg werden? Nach dem 1:1 des FC Nöttingen in Kehl hatte der SSV Ulm die Chance, mit einem Sieg gegen den Karlsruher SC II auf vier Punkte davonzuziehen.

Die Spatzen verloren aber mit 0:1. Mit 66 Punkten behaupten die „Spatzen“ wenigstens knapp die Führung vor Nöttingen (65) – und das drei Spieltage vor dem Rundenende. Für das träge Titelrennen in der Oberliga hat Timo Brenner eine Erklärung: „Ulm und wir sind zu verbissen. Beide wollen unbedingt aufsteigen. Das lähmt“, meint der Nöttinger Spielführer. Die Bilanz seines Teams aus den letzten fünf Spielen: 1 Sieg, 2 Remis und 2 Niederlagen. Die Bilanz der Ulmer: 3 Siege, 2 Niederlagen.

Brenner weiter: „In der Vorrunde haben wir enge Spiele gewonnen, jetzt müssen wir um jeden Punkt hart kämpfen. Es geht eben nach einer langen Runde auch etwas die Kraft aus. Und vor allem spielt in solch einer Phase auch der Kopf eine wichtige Rolle, erst recht, wenn die Lockerheit nicht mehr da ist.“

Bis an die Schmerzgrenze wird FCN deshalb auch am Mittwoch (19 Uhr) gehen müssen, um im Heimspiel gegen den Tabellensechsten Oberachern drei Punkte einfahren zu können. Die Gäste strotzen derzeit vor Selbstvertrauen – in den letzten fünf Spielen holten sie vier Siege. Gewinnt Nöttingen, hat die Mannschaft von Gerd Dais wenigstens Platz zwei und somit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde schon mal sicher. Der Karlsruher SC II (4. Platz/58 Punkte) wäre aus dem Rennen. Der FSV Bissingen (Fünf Siege in Folge), der morgen in Ulm ran muss, hat für die Regionalliga keine Lizenz beantragt.

Gegen Oberachern muss Gerd Dais auf Mario Hohn verzichten. Der Mittelfeldspieler zog sich in Kehl eine Wadenzerrung zu. Dafür ist Simon Frank wieder fit. Nach einer verkorksten ersten Halbzeit in Kehl denkt Dais über einige Änderungen in der Startelf nach. Außerdem: „Wir müssen die Mentalität aus der zweiten Halbzeit gleich zu Beginn an den Tag legen.“