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Seinen Gegner im Griff hatte der Ispringer Ardo Arusaar (links), der Weingartens Oliver Hassler klar mit 13:4 bezwang.  Hennrich
Seinen Gegner im Griff hatte der Ispringer Ardo Arusaar (links), der Weingartens Oliver Hassler klar mit 13:4 bezwang. Hennrich
11.12.2016

Diese Pleite tut nicht weh: Ispringer Bundesliga-Ringer verlieren Derby

Ispringen/Pforzheim. Im Derby der 1. Ringer-Bundesliga zwischen dem KSV Ispringen und dem SV Germania Weingarten gab es für den gastgebenden KSV Ispringen am Samstageband in der Pforzheimer Jahnhalle eine knappe 13:15-Niederlage, die aber nicht wehtat, denn beide hatten sich bereits fürs Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert.

Für Werner Koch, den ersten Vorsitzenden des KSV war „mit dieser Besetzung ein Sieg durchaus möglich“. Für Alen Kovacevic, den Sportlichen Leiter, war „der Kampf ohne Bedeutung, in der Endrunde sieht es anders aus“. Unzufrieden war jedoch KSV-Trainer Bernd Reichenbach, „denn wenn man zwölf Punkte abgibt, ist ein Sieg kaum noch möglich“. Vor der Auslosung der Endrunde am kommenden Samstag in Mainz muss der KSV noch beim KSV Köllerbach antreten, der sich mit seinem Überraschungssieg in Nendingen Chancen auf die Endrunde erkämpft hat, doch dazu müsste Nendingen am Samstag in Mainz unterliegen.

Beide Teams waren mit Ersatz angetreten, so fehlten beim KSV der bei der WM in Budapest weilende Igor Besleaga, Martin Daum wurde mit Übergewicht aufgeboten und aus der Reserve erhielten Christian und David Wagner eine Chance, waren aber gegen den Kubaner Valdes-Tobier beziehungsweise Weltmeister Frank Stäbler überfordert. Gejubelt wurde aber bei David Wagner, als er beim 0:10-Rückstand einen Punkt gegen Stäbler ergatterte, wie auch beim bedeutungslosen 5:3-Sieg von Daum im ungewohnten klassischen Stil gegen Christian Fetzer.

Zuschauer wurden entschädigt

Obwohl der KSV praktisch drei Kämpfe (0:12) abgab, wurden die Zuschauer mit schönen Duellen entschädigt. So durch einen starken Ardo Arusaar, der Oliver Hassler in der ersten Runde (13:0) zum Statisten degradierte, ehe ihm in der Schlussrunde (13:4) doch etwas die Luft ausging. Schnell hatte Schwergewichtler Nick Matuhin seine Aufgabe gegen Weingartens Ersatzmann David Hirsch beim 16:0 nach 43 Sekunden erledigt. Nach schneller 7:0-Führung musste Ivan Guidea (7:6) gegen Vladimir Egorov noch kämpfen. Vorentscheidend war jedoch die unerwartet klare 0:7-Niederlage von Michael Kaufmehl gegen Ahmed Dudarov.

Kämpferisch stark präsentierte sich Routinier Konstantin Schneider beim 6:0 dank einer starken ersten Runde gegen Kai Rotter, während sich im Abschlusskampf Kakhaber Khubezthy beim 10:1 gegen den passiven Georg Harth quälen musste.