nach oben
Hat gegen Bochum gezeigt, wie wichtig er für den KSC sein kann: Dimitris Diamantakos. Foto: dpa
Hat gegen Bochum gezeigt, wie wichtig er für den KSC sein kann: Dimitris Diamantakos. Foto: dpa
11.11.2015

Dimitris Diamantakos über seinen KSC-Erfolg: „Das war einfach großartig“

So erträumt sich wohl jeder Fußballprofi sein Startelf-Debüt. Nach zwei Monaten, in denen er an den Mandeln operiert wurde, danach erneut krank und verletzt war, stand Dimitris Diamantakos gegen den VfL Bochum für den Karlsruher SC erstmals vom Anpfiff an auf dem Rasen. Beim 3:0 des Zweitligisten erzielte er ein Kopfballtor und bereitete die anderen zwei Treffer vor. PZ-Mitarbeiter Peter Putzing sprach mit Diamantakos über sein Engagement beim KSC.

PZ: Herr Diamantakos, so erträumt man sich seinen Startelfeinsatz, oder?

Dimitris Diamantakos: Absolut. Das war einfach großartig. Im ersten Spiel gleich einen Treffer zu erzielen und zwei weitere vorzubereiten, das ist natürlich sehr schön. Aber: Man muss unsere Defensivleute loben, da haben wir einen Super-Job gemacht. Wir blieben wieder ohne Gegentor – klasse.

PZ: Haben Sie Ihren tollen Auftritt kräftig gefeiert?

Dimitris Diamantakos: Nein. Ich musste erst meinen Fuß behandeln lassen, denn ich habe einen Schlag auf den Spann bekommen. Dann bin ich etwas Essen gegangen – das war’s. Ich habe viel geschlafen, das ist für mich wichtig.

PZ: Ist es schade, dass jetzt Länderspielpause ist?

Dimitris Diamantakos:Nein, für mich nicht. Ich bin noch nicht ganz fit, habe noch immer nach meiner schweren Erkältung etwas Atemprobleme. So habe ich jetzt Zeit, vollständig fit zu werden und ich kann an mir arbeiten.

PZ: Nicht fit – aber dennoch ein Tor geschossen. Dann müssen es ja noch einige mehr werden, wenn sie fit sind.

Dimitris Diamantakos: Das hoffe ich ….

PZ: Waren Sie überrascht, dass Sie für „Jimmy“ Hoffer in die Startelf rutschten?

Dimitris Diamantakos: Ja, ich war überrascht, das hatte ich nicht erwartet. Aber ich bin froh darüber, dass ich meine Chance genutzt habe. Für mich ist es einfacher, von Anfang an zu spielen. Dann bekomme ich ein besseres Gefühl für das Spiel. Ich hoffe, das bleibt einige Zeit so.

PZ: Sie haben in Griechenlands erster Liga gespielt, gibt es große Unterschiede zur deutschen zweiten Bundesliga?

Dimitris Diamantakos:Ja, die Qualität der zweiten Bundesliga ist größer als die in der ersten Liga in Griechenland. Mit Ausnahme von vielleicht zwei, drei Clubs. Hier muss man mehr laufen, besser spielen und mehr kämpfen.

PZ: Hier steht jetzt der Winter bevor, da kann es kalt werden. Haben Sie deshalb Sorge?

Dimitris Diamantakos: Das ist kein Problem. Ich bin auf alles vorbereitet, Ob kalt oder warm – egal.

PZ: Trainer Markus Kauczinski hat Sie, gemeinsam mit seinem Assistenten Agi Giannikis und Manager Jens Todt, geholt. Jetzt verlässt er am Ende der Saison den Club. Ist das für Sie von großer Bedeutung?

Dimitris Diamantakos: Das ist bitter. Aber: Das ist Profifußball, da muss man mit allen Entwicklungen rechnen. Ich muss mich beim Trainerteam und dem ganzen Verein bedanken. Alle haben mir geholfen, als ich kam und als ich die schwersten zwei Monate meiner Karriere durchmachen musste. Erst die Mandeloperation, dann die Muskelprobleme – danach die schwere Erkältung. Es war großartig, wie ich in dieser Zeit unterstützt wurde. Für einen Spieler, der aus dem Ausland kommt, ist das sehr, sehr wichtig und sehr, sehr gut. Ich bin in der Pflicht, dieses Vertrauen, diese Unterstützung zurückzahlen – mit Toren.

PZ: Manager Todt war nicht überrascht von Ihrem tollen Auftritt. Er glaubt sogar, dass Sie noch besser werden, dem Team noch mehr helfen können. Das muss Sie doch enorm freuen.

Dimitris Diamantakos: Natürlich. Herr Todt weiß, dass ich noch nicht ganz fit bin. Ich werde alles tun, um seine Erwartungen zu erfüllen und ich bin da zuversichtlich, dass das klappt. Ich weiß aber auch, dass es hier kein Spaziergang wird. Wir müssen arbeiten, an der Abstimmung mit den Mitspielern. Logisch, dass da noch Luft nach oben ist.

PZ: Kennen Sie den nächsten Gegner RB Leipzig?

Dimitris Diamantakos: Nicht im Detail. Aber ich weiß, dass das eine gute Mannschaft ist und der Verein viel Geld investiert.