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Handball vor großer Kulisse wird es auch im Rückspiel zwischen SG und TGS gegen. Hier die Spieler (von links) Kaiser (TGS), Schückle (SG), Körner (TGS) und Hufnagel (SG) beim Hinspiel. gössele 

Doch mehr Fans beim Handball-Derby zwischen SG und TGS Pforzheim

Gute Nachrichten für die SG Pforzheim/Eutingen und alle Handballfans aus der Region: Die Stadt Pforzheim lässt zum Oberliga-Derby am Samstagabend 730 Zuschauer in die Halle. Ursprünglich war die Kapazität der Halle, in der schon des Öfteren mehr als tausend Zuschauer Handballspiele verfolgt haben, auf 600 Personen begrenzt worden. Sehr zum Ärger der SG Pforzheim, die am Samstag zum Rückspiel den Lokalrivalen TGS Pforzheim erwartet (Anwurf 20.30 Uhr).

So gut sind die Nachrichten, die Sportbürgermeisterin Monika Müller gestern Abend im Sportauschuss bestätigte, dann auch wieder nicht. Aufgrund der langen Warteliste sind die zusätzlichen 130 Karten schon wieder so gut wie weg, wie Wolfgang Lipps, der Sportliche Leiter der SG, gestern erklärte. Also wird es an der Abendkasse mit großer Wahrscheinlichkeit keine Karten geben.

Dass die Sporthalle der Konrad-Adenauer-Schule nur noch für 600 Zuschauer zugelassen war, hat seinen Ursprung im Hinspiel. Aufgrund der Diskussionen um die Kapazität der Benckiser-Sporthalle (Heimspielstätte der TGS) hat die Stadt alle Sporthallen überprüft und das Fassungsvermögen aus Sicherheitsgründen herabgestuft. Sehr zum Verdruss der TGS dürfen seither in die Benckiserhalle nur noch 199 Zuschauer die Spiele verfolgen.

Dass die Vereine, allen voran die SG und die TGS, mit dieser Regelung nicht einverstanden sind, versteht sich von selbst. Obwohl die Stadt vor dem Derby zurückgerudert ist, ist man bei der SG nicht zufrieden mit der aktuellen Regelung und sucht weiter das Gespräch mit der Verwaltung. Ähnlich ist das bei der TGS, die schon überlegt hatte, in die Fritz-Erlerhalle umzuziehen. Doch das geht nicht, weil dort die HSG Pforzheim ihre sportliche Heimat hat und eine Einigung offenbar nicht möglich ist.

Die sportliche Brisanz hält sich beim Derby in Grenzen. Da beide Mannschaften nach menschlichem Ermessen mit Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun haben werden, geht es nur noch ums Prestige. Wolfgang Lipps hofft, dass seine Mannschaft erfolgreich Revanche für die überraschende 21:24-Niederlage im Hinspiel nehmen kann. „Das müsste eigentlich Motivation genug sein“, so Lipps.

Bei der SG ist noch nicht ganz sicher, ob Trainer Wilfried Job, der nach dem Derby den zurückgetretenen Marc Nagel ersetzte, eine weitere Saison dranhängt. „Eine Verlängerung ist aber sehr gut denkbar“, sagt Wolfgang Lipps. Ihre Verträge verlängert haben mittlerweile die Stammspieler Manuel Mönch und Philip Schückle.

TGS will Nummer eins werden

Trotz der Hinspiel-Niederlage ist die SG immer noch Nummer eins im Pforzheimer Handball. Das soll sich ändern, geht es nach dem Willen von Wolfgang Taafel, dem Handball-Abteilungsleiter der TGS. Derzeit bastelt er an einer Mannschaft, die mehrere Spieler vom Schlage eines Florian Taafel haben soll. „Nur in der BW-Oberliga etablieren ist mir auf Dauer zu wenig. Ich will mehr. Ob es mir gelingt, wird man ja sehen. Ich werde es zumindest versuchen“, begründet Wolfgang Taafel die geplante Offensive. Martin Mildenberger