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Auf den kroatischen Griechisch-Römisch-Spezialisten Tonimir Sokol (in rot) baut der KSV Ispringen auch in der Endrunde zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft.   Ripberger, PZ-Archiv
Auf den kroatischen Griechisch-Römisch-Spezialisten Tonimir Sokol (in rot) baut der KSV Ispringen auch in der Endrunde zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Ripberger, PZ-Archiv
10.12.2015

Doppelter Kraftakt für Ispringer Ringer

Bernd Reichenbach bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Auch nicht, dass er und seine Ispringer Bundesliga-Ringer kurz davor stehen, ins Halbfinale zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft einzuziehen. Vorher muss der KSV Ispringen aber noch ein paar Hürden überspringen. Die erste wartet am Samstag beim Endrunden-Duell im Saarland gegen den KSV Köllerbach (19.30 Uhr). Am Sonntag ist dann der deutsche Vizemeister SV Germania Weingarten um 16 Uhr zu Gast. Die Begegnung, in der es höchstwahrscheinlich um den Sieg in der Gruppe A geht, findet ausnahmsweise in der Pforzheimer Jahnhalle statt.

„Zwei Kämpfe so dicht hintereinander sind auf diesem hohen Niveau eigentlich nicht zumutbar“, betont KSV-Trainer Reichenbach. „Das ist ein ziemlicher Kraftakt, dem wir uns aber irgendwie stellen müssen.“ Sorgen macht dem Ringer-Experten vor allem das Verletzungsrisiko. „Wenn Leistungsträger ausfallen, können wir die nicht so ohne weiteres ersetzen, unsere Konkurrenten teilweise schon“, weiß er.

Mit einem Sieg in Köllerbach hätte der Erstliga-Aufsteiger auf alle Fälle die Tür zum DM-Halbfinale weit aufgestoßen. Sind die Ispringer auch in der Jahnhalle gegen Weingarten mit mindestens zwei Punkten Unterschied erfolgreich, winkt sogar der Gruppensieg, weil der Hinkampf nur knapp mit 10:9 an den badischen Rivalen gegangen ist. Als Gruppenerster würde der KSV Ispringen voraussichtlich dem Titelfavoriten Nendingen im Semifinale aus dem Weg gehen und dadurch käme sogar das Meisterschaftsfinale in Reichweite.

„Mit solchen Rechenspielchen beschäftige ich mich aber nicht“, sagt Reichenbach, der seine Truppe nicht unnötig unter Druck setzen möchte. Wer beim Doppelkampftag auf die Matte geht, verrät der Trainer wie üblich nicht. Nur soviel gibt er preis: „Wenn jeder die zuletzt gezeigten Leistungen wiederholt, haben wir gute Chancen, weit zu kommen.“