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Andreas Enderle (51), Vorsitzender des Neu-Oberligisten TTG Kleinsteinbach/Singen
Andreas Enderle (51), Vorsitzender des Neu-Oberligisten TTG Kleinsteinbach/Singen
12.09.2017

Drei Fragen an TTG Kleinsteinbach/Singen Vorsitzenden Enderle

Wie gelingt es Ihnen immer wieder, mit einem vergleichsweise geringen Budget so namhafte Spieler an Land zu ziehen?

Einerseits haben wir einen sehr verlässlichen Stamm von inzwischen mehr als 50 regionalen Partnern. Sie bilden die Grundlage. Andererseits hatten wir auch immer das Glück Spieler zu haben, die neben dem Tischtennis noch andere Aufgaben im Verein wahrnehmen. Außerdem überzeugt manch einen – wie zuletzt Offenburgs Yannick Schwarz – unser Konzept. Wir legen großen Wert darauf, Akteure aus der erweiterten Region zu verpflichten, siehe Michael Schweizer (Pforzheim), Kevin Valentin und Patrick Mößner (beide Söllingen). Ferner versuchen wir noch ein „Bonmot“, also einer, der was Besonderes liefert, dazuzuholen. In dieser Hinsicht profitieren wir vom Standort Grünwettersbach, welcher für ambitionierte Leute eine gute Adresse ist und uns die Suche nach neuen Spielern erleichtert.

Warum ist „Ihre“ Spielgemeinschaft eine der wenigen, die über Jahre hinweg Bestand hat und außerdem noch so erfolgreich ist?

Puh, das ist schwer zu sagen. Zunächst einmal war sie von langer Hand geplant und sehr gut vorbereitet, einschließlich einer bis heute gültigen Mustersatzung. Zudem haben wir uns bestens gekannt. Wir waren zwar Konkurrenten, haben aber genau gewusst, wie wir miteinander umgehen mussten. Dadurch wuchsen wir schnell zu einer Einheit. Natürlich liegt es auch an den handelnden Personen, die sich bei uns gut ergänzen und für Kontinuität sorgen.

Nennen Sie einen Grund, warum jemand ein Spiel ihrer TTG Kleinsteinbach/Singen in der Oberliga besuchen sollte?

Was die Spieler mit der Kugel machen, grenzt schon an Artistik. Aufgrund der Technik der Akteure entstehen fantastische Ballwechsel, packende Spielsituationen und überraschende Wendungen. Diese Attribute können schon Begeisterung auslösen. Außerdem ist es kostenlos. Ganz nebenbei trifft man noch Gleichgesinnte, mit denen man sich austauschen kann. Es ist zwar kein Mannschaftssport wie beispielsweise Handball, aber kurzfristig Außergewöhnliches zu sehen, hat auch was.