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Freiräume für die Außenspieler wie hier für Marco Kikillus erhoffte man sich bei der TGS Pforzheim auch in Teningen. Hennrich 

Dritte Liga: Im Breisgau wartet auf die Handballer der TGS Pforzheim ein Kampfspiel

Pforzheim. Mit dem Coup über die Perspektivmannschaft der Rhein-Neckar Löwen hat Handball-Drittligist TGS Pforzheim für das anstehende Auswärtsspiel bei der SG Köndringen/Teningen mächtig Selbstvertrauen getankt.

Dieses wird am Samstag auch notwendig sein, denn die Gastgeber, seit Jahren das dominierende Handballteam im Breisgau, schweben in Abstiegsgefahr. Schon deshalb werden sich die Pforzheimer in der ohnehin atmosphärisch berüchtigten Ludwig-Jahn-Halle in Teningen auf eine heiße Partie und ein Kampfspiel einstellen müssen.

Mit ein Grund für die schwierige Lage der Südbadener in dieser Saison ist der Weggang des Liga-Torschützenkönigs Pascal Bührer zur TSG Friesenheim (1. Bundesliga). Weil sich zu Beginn der Runde mit Felix Zipf auch noch der zweite Toptorschütze verletzte, folgten dem 4:0-Saisonauftakt acht sieglose Begegnungen und das Abrutschen in die heikle Zone. Anfangs des Monats hat man gegen den TSV 1893 Neuhausen nun wieder einen Sieg gemeldet, der wird als Halali für eine Aufholjagd der Südbadener gewertet.

Darauf dass Köndringen mit seiner aggressiven 3-2-1-Abwehr vor allem dem Rückraum-Duo Florian Taafel und Maris Versakovs vom Anpfiff weg den Schneid abkaufen will, ist man bei der TGS gefasst. Bei dieser offensiven Variante sollte es aber für den immer besser ins Spiel findenden Michal Wysokinski am Kreis Freiräume geben.

Darüber hinaus hofft man bei den Wartbergern, dass bei Fabian Dykta mit der starken Vorstellung am Samstag der Knoten geplatzt ist und man damit zu Rechtsaußen Marco Kikillus auf der linken Außenbahn eine adäquat torgefährliche Ergänzung hat.

Neuer TGS-Spieler

Mit Antonio Bogdanic wird auch das neueste Mitglied im TGS-Kader in Teningen mit dabei sein. Auf den Kroaten, der seit August bei der Stadtverwaltung Pforzheim beschäftigt ist, sind die Nordstädter erst jetzt durch einen Tipp von Alt-Bundestrainer Vlado Stenzel gestoßen. Der 26-jährige Rückraumspieler hat in Kroation früher in der erste Liga gespielt, war dann zur Berufsausbildung nach Deutschland gekommen und hat in Menden im Sauerland unterklassig in der Landesliga mitgemischt. Laut Wolfgang Taafel bestreitet er derzeit „die Saisonvorbereitung“. Man darf gespannt sein, wann er fit ist und ob er der TGS dann in der 3. Liga weiterhelfen kann.