nach oben
Felipe Soteras-Merz machte in Haßloch den Sieg perfekt.  PZ-Archiv, Hennrich
Felipe Soteras-Merz machte in Haßloch den Sieg perfekt. PZ-Archiv, Hennrich
11.12.2016

Dritte Liga: Junges TGS-Pforzheim-Team besteht im Haßlocher Hexenkessel

Hassloch. Schlecht standen die Vorzeichen vor dem Spiel bei der TSG Haßloch für die TGS Pforzheim, als sich am Freitag auch noch Evgeni Prasolov krank meldete, Martin Kienzle nach ersten Gehversuchen abwinkte und auch Daniel Sdunek krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stand.

Somit musste Andrej Klimovets auf insgesamt fünf seiner Stammspieler verzichten, da nach wie vor auch Hagen Körner und Michal Wysokinski voraussichtlich erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen. Mit den siebzehnjährigen Finn Malolepszy und Lukas Salzseeler sowie Torhüter Kevin Schick standen drei A-Jugendliche im Team der Pforzheimer Handballer, so dass mit einem Durchschnittsalter von gerade mal 22 Jahren, sich das jüngste TGS- Drittligateam im Haßlocher Hexenkessel bewähren musste.

Äußerst torarm und mit zahlreichen Fahrkarten auf beiden Seiten begann die Partie, allerdings geprägt von zwei aufopferungvoll kämpfenden Abwehrreihen. Auffällig im Angriff der TGS agierte erneut Filip Prsa, der mit seinen knallharten Würfen aus dem rechten Rückraum immer wieder traf und sein Team auf Kurs hielt. Nachdem die TGS in der 17. Spielminute mit 8:5 in Front ging, nahm Haßlochs Trainer Tobias Job eine Auszeit. Und sein Team drehte dann die Partie innerhalb von acht Minuten in eine 12:11-Führung.

Beim Halbzeitstand von 13:13 war klar, dass das Spiel in Hälfte zwei an Dramatik noch weiter zunehmen würde und am Ende wohl mit einem Herzschlagfinale zu rechnen sei. Als die Pfälzer in der 39. Minute mit 18:15 einen Dreitore-Vorsprung herausgeworfen hatten, war dem Pforzheimer Anhang bange über den weiteren Spielverlauf, da gerade im Rückraum die Alternativen fehlten, die intensive Abwehrarbeit wohl ihren Tribut zollen werde und Filip Prsa zunehmend von der Haßlocher Deckung in Griff gebracht wurde. Doch dann waren es Marco Kikillus und Julian Rost, die zum 18:18 ausglichen. Fortan war es ein Nervenspiel. Haßloch legte ein Tor vor und die TGS glich wieder aus. Dass Haßloch trotz ihrer wurfstarken Rückraumspieler sich nie weiter als ein Tor absetzen konnte, lag an der immer besser und aufopferungsvoll arbeitenden TGS-Abwehr mit Keeper Jonathan Binder.

Noch 100 Sekunden waren beim Spielstand von 24:24 zu spielen, Haßloch nahm eine Auszeit, doch statt in Führung zu gehen, eroberte die TGS den Ball und Felipe Soteras-Merz traf zur erstmaligen Führung seines Teams in der zweiten Hälfte. Zumindest das Unentschieden schien sicher. Doch die TGS-Abwehr hielt stand und hielt auch nach abgelaufener Spielzeit einen direkten Freiwurf des slowakischen Nationalspielers Peter Masica. pm

„Ich hatte mir ehrlich gesagt wenig ausgerechnet bei den heimstarken Pfälzern, gerade als ich am Freitag die Nachricht erhielt, dass auch noch Eve Prasolov passen muss. Doch dann hat mich die Moral und Einsatzbereitshaft unseres Teams begeistert. Wir haben glücklich, aber auch verdient gewonnen“, resümierte Wolfgang Taafel nach dem Spiel.