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Benjamin Pavard vom VfB (rechts) ist wohl einsatzbereit (links Nils Petersen).
Benjamin Pavard vom VfB (rechts) ist wohl einsatzbereit (links Nils Petersen).
Gibt sich gelassen: Stuttgarts Trainer Markus Weinzier. Fotos: Seeger (2), Balk, Murat
Gibt sich gelassen: Stuttgarts Trainer Markus Weinzier. Fotos: Seeger (2), Balk, Murat
Eine neue Chance für Mario Gomez? Gegen den SC Freiburg hat der Routinier im VfB-Sturm eine Top-Bilanz.
Eine neue Chance für Mario Gomez? Gegen den SC Freiburg hat der Routinier im VfB-Sturm eine Top-Bilanz.
01.02.2019

Dritte Pleite in Folge wäre fatal

Stuttagrt. Der VfB hat 2019 noch keinen Punkt geholt und muss das dringend ändern. Derby-Gegner Freiburg zuletzt ebenfalls ohne Erfolgserlebnis.

Markus Weinzierls Bilanz beim VfB Stuttgart ist bisher ernüchternd, die Perspektive ungewiss. Zumindest äußerlich scheint dem Trainer das aber nichts anhaben zu können. Weinzierl wirkte abgeklärt und unaufgeregt, als er bei der Pressekonferenz am Donnerstag über die kommenden Aufgaben am Sonntag zuhause gegen den SC Freiburg (18 Uhr/Sky) und eine Woche später bei Fortuna Düsseldorf sprach. „Dass das zwei wichtige Spiele sind, weiß jeder“, sagte er.

Spiele, die vielleicht schon darüber entscheiden, ob Weinzierl VfB-Coach bleibt. Präsident Wolfgang Dietrich ist ja nicht dafür bekannt, allzu lange zuzusehen, wenn keine Wende zum Besseren erkennbar ist. Nach zwölf Spielen kann Weinzierl nur drei Siege vorweisen. „Wir sind in nicht gerade stabilem Fahrwasser unterwegs. Für uns geht es um brutal wichtige drei Punkte“, sagte der Coach vor dem schwäbisch-badischen Derby.

Stabilität ist das Zauberwort, die Stellschraube, an der vor allem gedreht werden muss. Nicht nur bei den Stuttgartern. Doch wie der VfB hat seit der Winterpause auch Freiburg in zwei Partien sieben Gegentreffer hinnehmen müssen. Es gilt, wieder Sicherheit in der Hintermannschaft zu bekommen, anstatt gleich wieder einem Rückstand hinterherzulaufen. „Eine stabile Defensive muss die Basis sein“, unterstrich Weinzierl.

Angesichts der bisherigen Defizite auf diesem Gebiet zeichnen sich Umstellungen ab. Da trifft es sich gut, dass der Coach im Optimalfall gleich drei Verteidiger mehr im Kader hat. Weltmeister Benjamin Pavard steht nach einem Muskelbündelriss nun vor dem ersehnten Comeback. Holger Badstuber hat seinen Infekt auskuriert. Und schließlich geht es auch Timo Baumgartl nach einer leichten Gehirnerschütterung von Tag zu Tag besser.

In der Innenverteidigung, in der zuletzt Ozan Kabak ein ordentliches Debüt feierte, hat Weinzierl nun also die Qual der Wahl. Allerdings fällt Routinier Dennis Aogo aus, bei dem wieder Wadenprobleme aufgetreten sind. Weinzierl hielt sich in Sachen Aufstellung bedeckt. Vieles spricht dafür, dass Mario Gomez, der nach dem 2:3 gegen den FSV Mainz 05 im Spiel beim Meister FC Bayern München (1:4) die Bank drücken musste, in die Startformation zurückkehrt. Nicht nur, dass Freiburgs Defensive sehr anfällig ist, spricht für einen Einsatz des 33-Jährigen. Bisher hat Gomez auch gegen keinen anderen Club öfter getroffen als gegen den Verein von Trainer Christian Streich. Als offensive Alternative bietet sich Daniel Didavi an, der zuletzt eingewechselt wurde.

Defensivspieler Pablo Maffeo, der verliehen werden sollte, bleibt nun. Er werde noch ein Gespräch mit dem Spanier führen, ließ Weinzierl aber wissen.