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Wird immer besser: TGS-Eigengewächs Fabian Dykta erzielte von der Linksaußen-Position sechs Treffer. Hier ist er gegen Östringens Torhüter Pascal Boudgoust erfolgreich. Becker
12.11.2017

Drittel Liga: TGS Pforzheim bezwingt mit 41:30 die Rhein-Neckar Löwen II

Mit ihrem höchsten Saisonsieg in der dritten Handball-Bundesliga demonstrierte die TGS Pforzheim, welche Klasse und Moral in ihr steckt. Der 41:30-Erfolg ist nicht gegen Laufkundschaft erspielt worden, sondern gegen den bisherigen Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen II.

Mehr Tore hat in der laufenden Runde noch niemand erzielt. Nur Pfullingen traf in einem Spiel ebenso 41 mal. „Das ist Balsam für die Seele nach zwei knappen Niederlagen“, zeigte sich TGS-Abteilungschef Wolfgang Taafel erleichtert. „Da waren Kopf und Freude dabei.“ Der RNL-Co-Trainer, der frühere Bundesliga-Torjäger Michel Abt, befand dagegen: „Wir haben richtig auf die Fresse gekriegt. Auch in der Höhe ist der Pforzheimer Sieg verdient.“

Bildergalerie: TGS Pforzheim - Rhein-Neckar Löwen II

Mit Löwenmut präsentierte sich in der Bertha-Benz-Halle nicht etwa die Junglöwen-Truppe des deutschen Meisters aus Kronau. Bissig zeigte sich allein die TGS, die keine einzige Führung des Gegners zuließ und schon zur Pause mit 23:15 die Weichen auf Sieg stellte. Dabei hatte Pforzheims bestes Handball-Team noch im Vorschau-Heft getitelt: „TGS geht auf dem Zahnfleisch.“ Angesichts der zahlreichen seit Wochen verletzungsbedingt fehlenden Leistungsträger eine verständliche Aussage.

Doch von diesem Manko merkten die 500 Zuschauer nicht viel, obwohl acht TGS-Feldspieler die meiste Zeit durchspielen mussten. Nicht nur die Stützen der Mannschaft, wie der alles überragende Torhüter Sebastian Ullrich und die treffsicheren Schützen Marco Kikillus (10) und Florian Taafel (9), der mit 90 Treffern in der Spitzengruppe der 3. Bundesliga mitmischt, zeigten sich von Anfang voll motiviert und konzentriert. Das gesamte Team zog an einem Strang.

Großes Lob für Dykta

Imponierend beispielsweise auch der 22-jährige Fabian Dykta auf Linksaußen, der mit sechs Einschüssen das Löwen-Bollwerk knackte und zudem hinten stets für Sicherheit sorgte. „Den hatte niemand auf der Rechnung“, stellte Wolfgang Taafel fest. „Ich habe umgesetzt, was der Trainer gesagt hat und was ich wollte. Es wird immer besser“, stellte der Hochgelobte nüchtern fest. Dennoch bleibt er auf dem Boden und hebt nicht ab: „Ich mache immer noch kleine Fehler.“ Mit einer solchen Leistung kann die TGS auch am nächsten Samstag in Köndringen-Teningen bestehen.