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Hat schon viel Drittliga-Erfahrung gesammelt: Desire Kolasinac (Mitte) von der TG 88 Pforzheim.  Foto: PZ-Archiv, Becker 

Drittliga-Handballerinnen der TG 88 Pforzheim setzen auf Erfahrungsbonus

Pforzheim. Mit dem Turnerbund Wülfrath hat Frauen-Drittligist TG 88 Pforzheim an diesem Samstag, Spielbeginn 17.30 Uhr in der Fritz-Erler-Halle einen der neu zugeteilten West-Vereine zu Gast. Die im Bergischen Land nahe Wuppertal beheimatete Gegnerinnen sind als Meister der Regionalliga Nordrhein in dieser Saison aufgestiegen. Neben dem Heimvorteil hoffen die Pforzheimerinnen daher, am Samstagabend auch die größere Drittliga-Erfahrung als entscheidendes Zünglein in die Waagschale werfen zu können.

Doch einfach wird es trotzdem nicht. Denn der TB Wülfrath hat neben der Aufstiegseuphorie auch noch den Rückenwind aus dem Heimsieg am vergangenen Wochenende im Gepäck. Mit 27:17 setzte sich Wülfrath beim ersten Auftritt vor eigenen Fans in dieser Saison die HSG Marpingen durch.

Auswärts noch ohne Erfolg

Auswärts waren die TB-Frauen bisher noch nicht erfolgreich. Bei der Drittliga-Premiere bei Fortuna Düsseldorf gab es eine deutliche 15:24-Niederlage. Bei Bayer Leverkusen II verloren die Bergischen mit 24:29. Aus den Spielprotokollen ist zu entnehmen, dass Wülfrath Jule Kürten und Simone Franken die torgefährlichsten Schützinnen der TB-Frauen sind.

Wülfrath engagiert sich zudem für den Klimaschutz, wie der Website der Bergischen zu entnehmen ist. Für jedes 25. erzielte Tor soll ein Baum gepflanzt werden. Aktuell sind es schon vier Bäume. Bei allem eigenen Interesse am Klimaschutz, diese Pflanzaktionen wollen die 88erinnen am morgigen Samstag nicht unterstützen – zumindest nicht mit 25 Toren im eigenen Kasten.

Nicht erst bei der der 24:36-Niederlage in Köln, sondern auch schon beim 30:27-Heimerfolg gegen Möglingen wurde sichtbar: Die Abwehr der TG 88 hat noch erhebliches Steigerungspotenzial. Daher hat Trainer Hennnig Rupf in den Übungseinheiten dieser Woche noch einmal auf das Augenmerk auf das Abwehrverhalten gerichtet.

Im Übrigen war der Auftritt in Köln gar nicht so ganz schlecht, wie die Niederlage mit einer Differenz von zwölf Toren vermuten lässt. Nach einem verpatzten Start hatten sich die Goldstädterinnen in Minute 37 wieder bis auf drei Tore herangepirscht. Nach einem folgenden 3:0-Lauf der Kölnerinnen machte sich dann bei der TG 88 dann nicht nur Resignation breit, auch die ungewohnten Reisestrapazen forderten Tribut.