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Fehlende Durchschlagskraft: der KSC mit Marvin Wanitzek (links) konnte auch in Jena keinen Treffer erzielen. Foto: PZ-Archiv

Drittligist Karlsruher SC kommt bei Aufsteiger Jena nicht über 0:0 hinaus

Jena. Hätte der Fußball-Drittligist Karlsruher SC sein Heimspiel gegen Aalen gewonnen und am Samstag in Jena verloren – die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz hätte einen Punkt mehr auf dem Konto und wäre dementsprechend näher an Relegationsplatz drei. Kein Wunder also, dass Sportdirektor Oliver Kreuzer nach zwei torlosen Unentschieden hintereinander mürrisch wirkte: „Mit immer nur einem Punkt kommen wir nicht weiter.“ Im Gegenteil: Der KSC rutschte zum Abschluss der Vorrunde in der Tabelle von Rang sieben auf Platz acht ab.

Die Wildparkprofis sind nun zwar achtmal hintereinander ungeschlagen und blieben im 13. Spiel unter der Regie von Trainer Alois Schwartz zum zehnten Mal ohne Gegentreffer. „Leider“, so Kreuzer in Jena, „stand die Null aber nicht nur hinten, sondern auch vorne.“ Denn das, was die Wildparkprofis auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld offensiv zu bieten hatten, war enttäuschend und schwach.

Wenigstens ein Punkt

Konnten die Badener gegen Aalen eine Woche zuvor noch von zwei verlorenen Punkten sprechen, so muss das 0:0 beim FC Carl Zeiss als Punktgewinn bezeichnet werden. „Wir hatten den KSC am Rande einer Niederlage“, stellte Mark Zimmermann, der Trainer des heimstarken und nun zuhause neunmal hintereinander ungeschlagen Aufsteigers fest.

Dabei hatte sein Karlsruher Kollege noch kurz vor dem Anpfiff gesagt: „Wir wollen hier drei Punkte mitnehmen.“ Davon war dann in den ersten 45 Minuten nichts zu sehen. Die Hausherren waren ihren Gästen in allen Belangen überlegen. Jena hatte zwar keine riesen Chancen, aber zwei, drei gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. In der zwölften Minute zum Beispiel durch Marius Grösch, und nach einer Viertelstunde erst durch Timmy Thiele, dessen Schuss KSC-Keeper Benjamin Uphoff abwehren konnte, und im Nachsetzen durch Julian Günther-Schmidt, der nur knapp an einer Hereingabe von Florian Brügmann vorbeiflog. „Wir haben in der ersten Halbzeit fast um ein Gegentor gebettelt“, so Kreuzer.

Der KSC seinerseits kam vor der Pause praktisch kein einziges Mal gefährlich vor das Tor des FC Carl Zeiss. Denn das Karlsruher Spiel nach vorne hatte nach Schulnoten bestenfalls eine Fünf verdient.

Nach der Pause waren die Badener zwar besser im Spiel. Ihre Angriffsbemühungen gipfelten aber nur in einem Abseitstreffer von Fabian Schleusener, der aus Karlsruher Sicht allerdings zu Unrecht nicht anerkannt wurde (67.). Auf der anderen Seite verhinderte KSC-Keeper Benjamin Uphoff mit einer Fußabwehr gegen Timmy Thiele eine Niederlage (70.).

Verteidiger Matthias Bader fehlt im letzten Spiel des Jahres, am Freitag (19 Uhr) in Osnabrück, gesperrt-gesperrt.