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Mit der Rückkehr von Torhüter Sebastian Ullrich ist der Kader der TGS Pforzheim wieder komplett.  Foto: PZ-Archiv/Becker 

Drittligist TGS Pforzheim will Siegesserie des Spitzenreiters kappen

Pforzheim. Mit packenden Szenen und Last-Second-Entscheidungen hat der Handball bei der Übertragung der WM viele neue Freunde gewonnen. Handball voll Brisanz und mit Herzblut ist am Samstagabend auch in der Bertha-Benz-Halle zu erwarten, wenn sich ab 19 Uhr die TGS Pforzheim und Tabellenführer HSG Konstanz in der Südgruppe der 3. Liga gegenüberstehen.

Mit dem Gegner vom Bodensee stellt sich der Überflieger der Liga vor, der nach dem Abstieg aus der 2. Liga auf dem besten Weg ist, postwendend wieder aufzusteigen. Dabei hat es für die Konstanzer zu Beginn der Runde gar nicht so positiv ausgesehen, denn nach dem Abstieg blieb den Seehasen ein Spielerexodus nicht erspart.

Nach einem verhaltenem Start mit zwei Niederlagen und 4:4-Punkten ist dem Trainerstab um Daniel Eblen dann aber entgegengekommen, dass die örtlichen Universitäten nach wie vor ein Magnet für junge, hungrige Handballspieler sind. Ein gelungener Coup war es, vom abgestürzten TV Neuhausen/Erms mit Keeper Simon Tölke, Rückraumschütze Tim Keupp sowie Kreisläufer Michael Stotz Zweiligaerfahrung gleich im Dreierpack verpflichten zu können.

Vervollständigt wird das starke Team von Fabian Wiederstein, der von der HBW Balingen/Weilstetten kam, mit fünf hochtalentierten Eigengewächsen. Zusammen mit den verbliebenen Spielern, bei den vor allem Liga-Toptorjäger Paul Kaletsch herausragt, hat man seit September 15 Spiele in Folge gewonnen und führt nun die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung an.

Verstecken muss sich der Tabellensiebte Pforzheim aber nicht. Trainer Andrej Klimovets steht erstmals wieder der komplette Kader zur Verfügung, da Keeper Sebastian Ullrich nach dreimonatiger Verletzungspause wieder dabei ist. Dass sich seine Mannen schon des Prestiges wegen voll in die Seile hängen werden, um die Konstanzer Superserie zu knacken, steht für TGS-Boss Wolfgang Taafel außer Frage. Aus seiner Sicht ist es vor allem wichtig, dass die Abwehr am Samstag steht, „nicht nur, um die Räume für Kaletsch und Wiederstein eng zu machen, sondern auch, um Bälle für Tempogegenstöße seiner schnellen Außen Marco Kikillus und Fabian Dykta zu erobern“.