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Feiern mit den Fans war beim Karlsruher SC in jüngster Vergangenheit mehrfach angesagt. Heute soll gegen Bochum ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte aufgeschlagen werden.  GES
Feiern mit den Fans war beim Karlsruher SC in jüngster Vergangenheit mehrfach angesagt. Heute soll gegen Bochum ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte aufgeschlagen werden. GES
05.12.2013

Duell der Serientäter: KSC gegen Bochum

Karlsruher SC will gegen Bochum zum siebten Mal ungeschlagen bleiben.Gäste wollen nach jüngster Niederlage heute eine neue Serie starten.

Für Jens Todt ist das heutige Heimspiel (18.30 Uhr) des Karlsruher SC gegen den VfL Bochum etwas Besonderes. Das räumt der Sportdirektor des Zweitligisten unumwunden ein. Schließlich war er vom Juni 2011 bis April 2013 Sportvorstand bei den Gästen. Intensiv sei seine Zeit im Ruhrgebiet gewesen. „Wir mussten unangenehme Entscheidungen treffen, schmerzhafte Einschnitte vornehmen.“ Er kennt größenteils die handelnden Personen der einst „Unabsteigbaren“ und die meisten Spieler. Aber aus rein sportlicher Sicht „ist der VfL Vergangenheit“ und heute Abend ein Gegner wie jeder andere – unbedingt ernstzunehmend.

„Ein bisschen wie eine Wundertüte“, sagt Todt, sei der VfL in dieser Saison. Gegen die Mannschaften oben in der Tabelle habe Bochum gut gepunktet (z.B. 1:0 gegen Köln), gegen Mannschaften von unten jedoch „oft schlecht ausgesehen“ (z.B. 0:1 gegen Ingolstadt). Der Tabellenzehnte „macht nicht gerne selbst das Spiel“, hat Todt festgestellt. Deshalb sei er auch gespannt auf die heutige Auseinandersetzung. In der müssen die „Malocher aus dem Ruhrgebiet“ ihre Stammspieler Paul Freier und Florian Jungwirth ersetzen – beide sind Gelb-gesperrt.

Obwohl Bochum zuletzt 1:2 gegen 1860 München verloren hat, gibt sich Trainer Peter Neururer optimistisch und erwartet einen Sieg seiner Kicker, die zuvor zehn Punkte aus vier Spielen geholt hatten. „Unsere Erfolgsserie ist zwar gerissen, aber die Stimmung in der Mannschaft ist so: alle wollen eine neue Serie starten.“ Ob das gelingt, hängt in den Augen von Christian Tiffert „von der Tagesform ab.“ Für Bochums Mittelfeldspieler ist der KSC eine „Überraschungsmannschaft“, und sein Trainer gibt zu: „So weit vorne haben die sogenannten Fachleute, zu denen ich mich auch zähle, den KSC vor der Saison nicht gesehen.“

Doch auch die Wildparkprofis sind „Serientäter“ und seit sechs Spielen ungeschlagen. Diese Serie, bei der laut Trainer Markus Kauczinski „Kampf und Leidenschaft eine wichtige Rolle gespielt haben“, möchten Kapitän Dirk Orlishausen und seine Vorderleute auch gegen die drittbeste Auswärtself der Liga (vier Siege, vier Niederlagen) fortschreiben.

„Aber wir brauchen Geduld“, weiß der Karlsruher Cheftrainer. „Der VfL tritt auswärts abwartend auf, wir wollen uns nicht auskontern lassen.“ Voraussichtlich startet der KSC mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt bei den Siegen gegen Dresden (3:0) und in Düsseldorf (2:0).

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe – Peitz, Yabo – Torres, Hennings, Alibaz – van der Biezen