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13.04.2013

Dulleck rettet Karlsruher SC drei Punkte gegen Babelsberg

Das gewonnen geglaubte Spiel aus der Hand gegeben - und doch noch als Sieger vom Platz gegangen: Dank eines Jokertors von Patrick Dulleck konnte der Karlsruher SC am Samstagnachmittag einen weiteren Schritt in Richtung Zweite Liga machen. Gegen den schwachen SV Babelsberg 03 hätten sich die Badener bei ihrem 2:1-Heimsieg jedoch beinahe selbst um ihren Lohn gebracht.

Bildergalerie: KSC siegt gegen Babelsberg

Der wiedergenese Hakan Calhanoglu begann anstelle von Gaetan Krebs, der im letzten Spiel gegen Erfurt noch den Siegtreffer markiert hatte. Ansonsten beließ Cheftrainer Kauczinski seine Startelf unverändert. Besonders eingespielt wirkte sein Team deswegen jedoch nicht, viel mehr entwickelte sich zu Beginn eine fahrige Partie mit vielen individuellen Fehlern. Ein Kopfball von Peitz nach einer Alibaz-Ecke war die einzige nennenswerte Szene in der Anfangsviertelstunde.

Der KSC fand zwar langsam besser zu seiner Linie, blieb aber weitgehend harmlos. Klingmann verzog bei der besten Chance in Minute 24 im Strafraum deutlich. Die Gäste aus Babelsberg verzichteten derweil auf Offensivaktionen und standen massiert in der eigenen Hälfte. Erst als der Ball dann im Babelsberger Strafraum von Peitz‘ Kopf zu Hennings und von dessen Oberschenkel zurück zum stark aufspielenden Karlsruher „Sechser“ prallte, wurden die Karlsruher Fans erlöst. Peitz fackelte nicht lange, von halblinks im Strafraum fand sein Schuss abgefälscht den Weg ins Babelsberger Tor.

Danach passierte bis zum Halbzeitpfiff so wenig wie zuvor. Viel zeigten die Karlsruher nicht – allerdings reichte das gegen komplett harmlose Babelsberger, die zeitweise in ihrer Hälfte nur auf das Gegentor zu Warten schienen. Die Filmstädter versuchten mit einem Doppelwechsel zu Wideranpfiff ihr Offensivspiel zu beleben, was jedoch auch nichts Zählbares einbrachte.

Der erste Aufreger in der zweiten Hälfte war somit auch keine Torchance, sondern eine tatsächlich fragwürdige Gelbe Karte für Koen van der Biezen. Zur sichtlichen Entrüstung von Manager Kreuzer fehlt der Top-Torjäger nun im Spitzenspiel gegen Münster, es war seine fünfte Verwarnung in der laufenden Saison. Schon in der 67. Minute ersetzte Dulleck den Holländer, der sich schon zuvor häufiger in Diskussionen mit Schiedsrichter Hartmann verwickeln ließ. Zudem ersetzte gleichzeitig Schwertfeger Varnhagen.

Nachdem ein Dulleck-Tor wohl zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt wurde, rächte sich die Karlsruher Lethargie, die sich breit gemacht hatte. Im eigenen Stadion lief der führende KSC nach einer Ecke in einen Konter, den Babelsberg als einzigen Angriff überhaupt konsequent ausspielte, Kreuels vollendete in der 79. Minute zum komplett überflüssigen Ausgleich aus Karlsruher Sicht.

Was hätte sich der Tabellenführer ärgern müssen, hätte das Team nicht eine Trotzreaktion gezeigt und in Person von Patrick Dulleck schon fünf Minuten später wieder für klare Verhältnisse gesorgt. Nach einer Ecke kam der Ball vom langen Pfosten zurück zum zentral im Fünfmeterraum positionierten Dulleck – und der knallte den Ball ins Tor. Ein Jokertor zur Vorentscheidung. Ein durchaus mögliches drittes Tor verpassten die Karlsruher durch schwach abgeschlossene Konter.

Ein verdienter Sieg stand am Ende zu Buche, den der KSC allerdings beinahe noch verschenkt hätte. Dank des agilen Jokers Dulleck steht der KSC nun ganz komfortabel da. Ein Remis zwischen Osnabrück und Heidenheim verschafft den badischen Tabellenführern nun schon sieben Punkte Vorsprung auf den Dritten aus Münster, die jedoch noch ein Nachholspiel haben. Im Spitzenspiel gegen Münster kann der KSC nächstes Wochenende einen ganz großen Schritt in Richtung Zweite Liga machen.