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Auf einem guten Weg beim FC Nöttingen: Torhüter Andreas Dups.   Ripberger
Auf einem guten Weg beim FC Nöttingen: Torhüter Andreas Dups. Ripberger
Robin Kraski
Robin Kraski
29.02.2016

Dups sammelt Pluspunkte im FC Nöttingen-Tor

Ein gesunder Konkurrenzkampf wirkt sich in der Regel positiv auf die Leistung eines Sportlers aus. So ist das auch beim FC Nöttingen: Der Spitzenreiter der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg hat zwei starke Torhüter im Kader. Keine leichte Aufgabe für den Trainer, hier die richtige personelle Entscheidung zu treffen.

Michael Wittwer hat sich in der Vorbereitung auf die Restsaison 2016 vorerst für Andreas Dups als neue Nummer eins im Nöttinger Tor entschieden. Der zahlt ihm das Vertrauen mit guten Leistungen zurück. Beim 3:1-Sieg gegen den SC Pfullendorf rettete Dups zweimal mit tollen Paraden den 2:1-Vorsprung und verhalf seinem Team somit zum erhofften Sieg gegen das Schlusslicht.

Für manchen Beobachter kommt der Wechsel im Tor überraschend. Auch für Robin Kraski. „Ja, ich war schon ein wenig überrascht. Aber mir bleibt vorerst nichts übrig, als mich im Training anzubieten und aufzudrängen“, sagt das 24-jährige Nöttinger Eigengewächs (seit 2009 im Verein).

Kraski war seit der Saison 2013/14 die Nummer eins zwischen den Pfosten der Lilaweißen. Mit dem Wechsel von Andreas Dups (23) zum FCN begann dieser Status zu wackeln. Der im Sommer 2015 vom Verbandsligisten TSV Reichenbach gekommene Dups überzeugte auf Anhieb und erhielt auch drei Einsätze in der Oberliga und einige im badischen Pokalwettbewerb. Und jetzt hat er Kraski vorerst als Nummer eins abgelöst. Wittwer begründet seine Entscheidung: „Andi Dups hat in der Vorbereitung den stabileren Eindruck gemacht. Das hat er heute bestätigt“, erklärte der Coach nach der Partie gegen Pfullendorf, betont aber auch mit Nachdruck: „Wir haben zwei Torhüter auf Augenhöhe. Kraski ist nicht abgeschrieben. Er wird seine Chance bekommen.“

Am kommenden Freitag im Heimspiel der Nöttinger gegen den SSV Reutlingen (19.00 Uhr) wird aber voraussichtlich wieder Andreas Dups im Kasten stehen. Der will seine starke Leistung gegen Pfullendorf, mit der er im Zweikampf gegen Kraski eifrig Pluspunkte sammelte, nicht überbewertet wissen: „Dafür bin ich da. Das erwarten Mannschaft und Trainer von mir. Ich habe das in mich gesetzte Vertrauen zurückgezahlt.“ Dups gefällt es gut in Nöttingen und er lobt auch den Teamgeist. Den Zweikampf mit Kraski sieht er absolut positiv. „Robin ist ein super Typ. Wir haben ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Von Anfang an war das so“, betont Dups.

Viel Sand im Getriebe

Während zwischen den Pfosten die Leistung stimmt, läuft es auf dem Feld noch nicht rund beim FC Nöttingen. Nach der Pleite von Freiberg (1:3) war auch gegen Pfullendorf viel Sand im Getriebe. „Wir sind sicher noch nicht bei 100 Prozent. In Freiberg waren wir selber überrascht, wie schlecht wir gespielt haben. Aber wir werden uns von Woche zu Woche steigern“, glaubt Linksverteidiger Simon Frank.

An eine Steigerung glaubt auch Andreas Dups. „Gegen Reutlingen wird das ein ganz anderes Spiel. Wir müssen einfach weiter arbeiten und an uns glauben“, sagt er Keeper. Auch Michael Wittwer bringt der Stotterstart nicht aus der Ruhe: „Wir brauchen drei, vier Spiele, um unseren Rhythmus zu finden. Keiner ist bei 100 Prozent. Wir haben in allen Bereichen Luft nach oben. Ich bin aber überzeugt, dass wir gegen Reutlingen einen Schritt nach vorne machen“, so der Nöttinger Trainer.