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Geschafft: Die Faustballer des TV Waldrennach feiern den Aufstieg. Hinten von links Markus Kraut, Simon Keck, Jeremy Wuhrer, Tobias Spaltenberger und Kai Ehrhardt; vorne von links Trainer Stefan Maier, Carsten Scherer, Oliver Kraut und Martin Neuweiler. J. Keller
07.08.2016

Durchmarsch in die erste Liga - Faustball-Zweitligist TV Waldrennach dominiert die Aufstiegsspiele in Dennach

Der Vorteil, in heimischen Gefilden auf der Anlage des TSV Dennach spielen zu dürfen, war für die Zweitliga-Faustballer des TV Waldrennach vielleicht das Zünglein an der Waage. Das Team von Trainer Stefan Maier hat die Aufstiegsspiele mit drei Siegen aus drei Begegnungen klar dominiert und ist hochverdient in die erste Bundesliga (Feld) aufgestiegen. „Ich glaube, das war mit Abstand unsere beste Saisonleistung. So gut drauf und motiviert waren wir schon lange nicht mehr“, schwärmte Zuspieler Martin Neuweiler, ehe er sich zum feucht-fröhlichen Freudenfest mit Waldrennachs Fans verabschiedete.

Bildergalerie: Faustball-Weltpokal in Dennach und Aufstieg TV Waldrennach - Teil 2 -

Verfinstert hatte sich die Miene von Vereinschef Hans Neuweiler zuvor eigentlich nur beim Auftaktspiel gegen den TV Unterhaugstett. Nach 13:15, 12:10 und 8:11 lagen die Waldrennacher mit 1:2 Sätzen hinten. Die Durchschlagskraft an der Leine fehlte, es drohte die dritte Saisonniederlage gegen Staffelmeister der Gruppe Süd. Doch das TVW-Team steigerte sich – allen voran die beiden Angreifer Jeremy Wuhrer und Simon Keck. Mit einem Aufschlag-Ass sorgte Wuhrer für das 11:9 im vierten Durchgang. Und auch im Entscheidungssatz ließ man mit 11:4 nichts mehr anbrennen. „Das war knapp. Aber dieser Sieg gegen unseren Angstgegner hat enorme Sicherheit gegeben und wir sind lockerer geworden“, befand Keck.

Bildergalerie: Faustball-Weltpokal in Dennach und Aufstieg TV Waldrennach - Teil 1 -

Das zeigte sich besonders in der zweiten Partie gegen den eigentlich favorisierten TV Käfertal aus Mannheim, Meister der Staffel West. Diesmal lieferten die Waldrennacher beim 11:8, 11:9 und 11:8 eine nahezu perfekte Faustball-Vorstellung ab, die Jeremy Wuhrer abermals mit einem Aufschlag-Ass im dritten Satz krönte. Die Annahmespieler Oliver Kraut und Carsten Scheerer ließen nur selten einen Ball passieren, Martin Neuweiler setzte seine Schlagmänner punktgenau in Szene. Allerdings hatte sich der Mannheimer Patrick Clevenz im ersten Spiel das Handgelenk gebrochen, das brachte das Team aus dem Rhythmus.

Lob für die Moral

Es blieb spannend bis zum Schluss. Zwei Sätze musste der TVW in der finalen Partie gegen den TV Waibstadt gewinnen, um ganz sicher zu gehen. Und das gelang den Schützlingen von Stefan Maier nach 11:9, 9:11 und 11:3 auch, obwohl Angreifer Jeremy Wuhrer mit einer Bauchmuskel- und Hüftverletzung passen musste. Im Gefühl des sicheren Aufstiegs ging zwar der vierte Satz mit 5:11 verloren. Auf der Zielgeraden kämpfte sich Waldrennach mit den neu ins Spiel gekommenen Angreifern Markus Kraut und Tobias Spaltenberger aber zurück und siegte 11:8. „Käfertal und Unterhaugstett waren eigentlich meine Favoriten“, gestand Coach Stefan Maier. „Wir haben aber eine super Mannschaftsleistung, inklusive bärenstarker Aufschläge gezeigt. Und auch der Kopf hat mitgespielt.“

Ähnlich sah das der Vereinsvorsitzende Hans Neuweiler und lobte: „Vor allem die Moral war klasse.“ Mit dem TV Waldrennach tritt auch der TV 1865 Waibstadt als Zweitplatzierter der Relegationsrunde den Weg in die erste Bundesliga an. Beim Kopf-an-Kopf-Rennen musste wegen Punktgleichheit allerdings die Satzdifferenz entscheiden.