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Tadellos und fehlerfrei gegen Ravensburg: FCN-Torhüter Robin Kraski. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
Tadellos und fehlerfrei gegen Ravensburg: FCN-Torhüter Robin Kraski. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
16.09.2018

Dusel für den FC Nöttingen: Oberligist gewinnt in Ravensburg

Ravensburg. Von einer absurden Niederlage sprach man in Ravensburg am Samstagnachmittag nach dem 0:1 (0:0) gegen den FC Nöttingen. FVR-Trainer Steffen Wohlfarth war zutiefst betrübt und flüchtete sich in Sarkasmus: „Wenn es scheiße läuft, läuft es scheiße.“ Das Siegtor für Nöttingen erzielte Neuzugang Tolga Ulusoy in der Nachspielzeit (90. + 3).

Ravensburg hatte alles im Griff, spielte die Nöttinger an die Wand, vor allem im ersten Durchgang. „Da waren wir gar nicht auf dem Platz, kein Tempo, kein Zweikampfverhalten“, kritisierte Trainer Michael Wittwer und fügte hinzu: „Vielleicht lag es auch daran, dass wir vor dem Spiel im Stau standen und eine weite Umleitung fahren mussten.“ Nur dem Unvermögen bei der Verwertung ihrer Chancen und einem sehr sicheren Robin Kraski im Tor verdankten es die Nöttinger, dass sie in diesem Oberligaspiel mit 0:0 in die Kabine gingen.

Nach dem Wechsel war der Unterschied nicht mehr so krass. Ravensburg hatte noch einen Lattentreffer durch Daniel Hörtkorn zu verzeichnen. In der Schlussphase übernahm dann der FC Nöttingen das Kommando und setzte sich in der Ravensburger Hälfte fest. Nach einer Serie von Ecken und Freistößen hatte dann Tolga Ulusoy in der dritten Minute der Nachspielzeit das Glück des Tüchtigen. Im Anschluss an eine Ecke hämmerte er den Ball per Dropkick durch Freund und Feind hindurch zum alles entscheidenden Tor in die Maschen. Eine Minute später war Schluss. „Das Tor fiel natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt“, freute sich Michael Wittwer diebisch über den glücklichen Sieg.