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Für Gefahr sorgen die Standards von Riccardo Di Piazza im Stuttgarter Gazi-Stadion auf der Waldau. Foto: Eibner
Für Gefahr sorgen die Standards von Riccardo Di Piazza im Stuttgarter Gazi-Stadion auf der Waldau. Foto: Eibner
12.08.2018

Ein Auftakt – fast – nach Maß: FC Nöttingen holt 0:0 bei Stuttgarter Kickers

Stuttgart/Remchingen-Nöttingen. Die Auftaktpartie des FC Nöttingen in der Fußball-Oberliga beim Regionalliga-Absteiger Stuttgarter Kickers bot Vieles, was Fans Freude bereitet: Rassige, aber meist faire Zweikämpfe etwa. Auch einen Lattentreffer durch Rückkehrer Riccardo Di Piazza. Und angesichts von gut 2500 Zuschauern obendrein eine stimmungsvolle Atmosphäre. Nur eines fehlte: Tore.

Für einen ersten Aufreger sorgten die Gastgeber auf der Waldau gleich selbst: Nach Tobias Feisthammels Rückpass kullerte der Ball gen Torlinie, wo Schlussmann Ramon Castelucci in höchster Not rettete. Und auch in der Folgezeit war vorm Stuttgarter Tor mehr los als auf Nöttinger Seite. „In der ersten Halbzeit waren wir die etwas spielfreudigere, zielstrebigere Mannschaft“, analysierte FCN-Trainer Michael Wittwer. In den ersten 30 Minuten nach der Pause sei es dann umgekehrt gewesen.

Für ein Tor aber konnte keiner der Kontrahenten seine leichte Überlegenheit nutzen. Ein Schuss aus 20 Metern von Nöttingens Neuzugang Francisco Rodriguez Carmona (kam von Espanol Karlsruhe) ging nach zehn Minuten über das Kickers-Gehäuse. Gemeinsam mit einem weiteren Neuen – Tolga Ulusoy (FSC Lohfelden) – spielte der 29-Jährige im defensiven Mittelfeld. Und sein 25 Jahre alter Nebenmann war es, der nach 36 Minuten erneut für Gefahr sorgte. Doch sein Schuss von der Strafraumgrenze klärten die Schwaben zur Ecke. Eine weitere Gelegenheit verwehrte der Unparteiische den Nöttingern: Als Holger Fuchs nach einer Ecke mit zwei Armen umklammert wurde, forderten die orange gekleideten Gäste vergeblich einen Elfmeter.

Gutes Nöttinger Kopfballspiel

Die Kickers kamen derweil vor allem mit Standardsituationen vor das Nöttinger Tor. „Diese Situationen haben wir aber mit gutem Kopfballspiel gut verteidigt“, lobte Wittwer, der zur Pause Unruhe und Unzufriedenheit bei den Stuttgarter Zuschauern im Gazi-Stadion ausmachte.

Dennoch kamen die Blauen mit mehr Sicherheit und einer besseren Spielanlage aus der Pause. Das goldene Tor hätte aber dennoch um ein Haar Di Piazza – der dritte Neuzugang in der Startelf – erzielt: Die Latte verhinderte, dass sein Freistoß aus 25 Metern den Weg ins Tor findet (48. Minute). In der Folgezeit waren die Remchinger verstärkt in der Defensive gefordert. Zwei-, dreimal segelten Bälle durch den eigenen Sechzehner. Ehe diese aber richtig gefährlich werden konnten, war Torwart Andreas Dups zur Stelle.

Möglicherweise wäre er in der Nachspielzeit dann doch machtlos gewesen. Aber der freistehende Nico Blank köpfte nicht auf, sondern neben das Tor (90.+1).

So blieb es bei einem gerechten 0:0. Mit diesem Remis im Rücken tritt der FCN am Mittwoch (17.30 Uhr) im BFV-Pokal an – unter umgekehrten Voraussetzungen: War er am Samstag in Stuttgart Außenseiter, ist er beim Landesligisten 1. FC Birkenfeld klarer Favorit. Dann wird, so Wittwer, mit Marco Manduzio (U 19 des VfB Stuttgart) voraussichtlich ein weiterer Neuzugang in die Startelf rücken.