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Der KSC muss am Montag gegen St. Pauli dagegen halten. Symbolfoto: dpa
Der KSC muss am Montag gegen St. Pauli dagegen halten. Symbolfoto: dpa
26.02.2017

Ein Nervenspiel: Karlsruher SC ist im Kellerduell auf St. Pauli gewaltig unter Druck

Karlsruhe/Hamburg. Eine Niederlage am Montag im Kellerduell beim FC St. Pauli und der Karlsruher SC ist auf einem Abstiegsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga angekommen. Verteidiger Dennis Kempe weiß, „dass es in Pauli zu einem dieser berüchtigten „Sechs-Punkte-Spiele“ kommt. Aber wir sollten nicht in Hektik verfallen. In unserer Situation ist jedes Spiel wichtig. Dass es eine ganze enge Konstellation zwischen vier Clubs in der Tabelle gibt, ist sicher erschwerend.“

Der Linksfuß, der für seinen tollen Treffer gegen Bielefeld zum „Torschützen des Monats Januar 2017“ gewählt wurde, meint damit: Bielefeld, Pauli, Aue und der KSC liegen fast gleichauf. Aus diesem Quartett werden wohl die Absteiger kommen, denn der Abstand auf den TSV 1860 München, der Rang 14 belegt, beträgt schon sieben Zähler.

Wohl auch, weil für die Slomka- Elf der Anschluss ans Mittelfeld im Moment weg ist, fordert Sportdirektor Oliver Kreuzer: „Wir müssen uns vom Blick auf die Tabelle lösen und auf uns schauen.“ Kreuzer will zudem, bestimmt an die frühen Gegentore beim 1:2 gegen Union Berlin denkend, „dass wir am Millerntor von der ersten Minute an präsent sind.“ Auch die Statistik, dass der KSC nur eine der letzten elf  Partien siegreich gestalten konnte und auswärts seit dem 21. Oktober 2016 auf einen Dreier wartet – ist nicht im Fokus von Kreuzer. Auch der 30-jährige Kempe denkt positiv, gib sich zuversichtlich, obwohl der KSC zuletzt zwei Niederlagen in Serie kassierte. Kempe glaubt gar, dass Pauli gegenüber dem KSC psychologisch im Nachteil ist und nennt dafür gleich mehrere Gründe. „Wir haben in den letzten drei Jahren dort immer gewonnen. Das wissen die, das haben die im Kopf.“ Dann: „Sicher hat der späte Ausgleich, den Pauli in Bielefeld hinnehmen mussten, am Nervengerüst genagt. Ich glaube, die haben mehr Respekt vor uns als wir vor ihnen.“

Glaube an Klassenerhalt

Für Optimist Kempe ist der Abstieg kein Thema. „Ich bin felsenfest vom Klassenerhalt  überzeugt“, sagt der Modellathlet, der im Jahr 2012 schon einmal mit dem KSC den bitteren Gang in die dritte Liga erlebte. „Das war damals eine andere Truppe. Die hatte nicht den Teamgeist, so wie das nun der Fall ist.“

Ein Weg zurück zur Dreierkette, mit der man unter Interimscoach Lukas Kwasniok in zwei Partien kein Tor kassierte, ist für Kempe keine Lösung. „Das würde wieder ein abwartendes Spiel beinhalten. Wir sollten versuchen, offensiv zu verteidigen und wieder schneller umzuschalten. Jetzt wieder auf Dreierkette umswitchen, das sehe ich eher problematisch. Wir waren wohl stabiler, aber hatten damit nach vorne keine wirkliche Durchschlagskraft.“