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Schwer zu verteidigen waren die Ravensburger (rechts Jona Boneberger) für die CfR-Spieler (links Sebastian Rutz) in Kopfballduellen. Foto: Becker
Schwer zu verteidigen waren die Ravensburger (rechts Jona Boneberger) für die CfR-Spieler (links Sebastian Rutz) in Kopfballduellen. Foto: Becker
19.09.2016

Ein Punkt als Belohnung für Pforzheimer Lernerfolge

Pforzheim. Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die Fortschritte verdeutlichen. Beim 1. CfR Pforzheim kann man anhand der zwei Spiele gegen den FV Ravensburg sehen, wie sich das Team seit dem Oberliga-Aufstieg im Sommer 2015 entwickelt hat. Vor einem Jahr kassierten die Pforzheimer als Aufsteiger gegen eine abgezockte Ravensburger Truppe eine 1:3-Pleite im ersten Heimspiel. Jetzt gab es am Samstag auf dem Holzhof gegen die gleiche, abgezockte Truppe aus Oberschwaben immerhin schon ein 1:1.

Der Punktgewinn war am Ende etwas glücklich, weil der Ausgleich für Pforzheim durch Cemal Durmus erst in der 90. Minute fiel. Verdient war er allemal, weil der CfR 90 Minuten lang mit dem Tabellenführer auf Augenhöhe war. Vor einem Jahr zahlten die Pforzheimer Lehrgeld, mussten ein Stück weit ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen. Ein Jahr später zeigen die CfR-Kicker, dass sie dazu gelernt haben.

„Brutal robust“

Ravensburg tat lange nicht viel für das Spiel. Das lag auch daran, dass die Gäste wegen eines Staus verspätet in Pforzheim ankamen, nachdem sie zuvor fünf Stunden im Bus gesessen hatten. Aber der FV muss auch gar nicht viel für das Spiel tun. Ravensburg kann sich angesichts eine Reihe großgewachsener, kräftiger Spieler auf seine Standards verlassen. „Die sind körperlich brutal robust“, stöhnte CfR-Angreifer Dominik Salz nach dem Schlusspfiff. Und so fiel auch das 1:0 für die Gäste nach einem Freistoß, als Moritz Jeggle das Kopfballduell gewann und Rahman Soyudogru den Ball über die Linie drückte (71.).

Die Ravensburger verstehen es aber auch ganz geschickt, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen – notfalls mit vielen kleinen Fouls. Sieben gelbe Karten kassierte der FVR 2015 auf dem Holzhof, ein Jahr später sogar acht. Dass diese Verwarnungen in zwei Ampelkarten resultierten, brachte Pforzheim letztlich ins Spiel zurück. Den Rest erledigte Cemal Durmus, der zehn Minuten nach seiner Einwechslung traf. Es war bereits das vierte Pforzheimer Joker-Tor der Saison – das ist auch ein Fortschritt. ok