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KSC-Trainer Alois Schwartz. Foto: dpa
KSC-Trainer Alois Schwartz. Foto: dpa
14.01.2018

„Ein gutes Trainingslager“: KSC bereitet sich auf zweite Saisonhälfte vor

Karlsruhe. Der Countdown läuft. Um 14 Uhr am Montagnachmittag beginnt für den Fußball-Drittligisten Karlsruher SC die heiße Phase in der Vorbereitung auf die zweite und entscheidende Saisonhälfte.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) gastiert die Spielvereinigung Unterhaching im Wildparkstadion, und es ist klar: Nur mit einem Sieg kann der Tabellenachte KSC seine durchaus noch vorhandene Hoffnung auf Platz drei in der Abschlusstabelle und die Chance zum Aufstieg in die Zweite Liga aufrechterhalten.

Mehr Tore vorne und hinten

Die Vorbereitung auf den „Neustart“ war mit nur 18 Tagen ungewöhnlich kurz. Eine Woche davon verbrachten Alois Schwartz und seine Schützlinge im südspanischen Rota an der Atlantikküste. Am Samstag ist die knapp 40-köpfige KSC-Delegation aus der andalusischen Provinz Cadiz zurückgekehrt. „Das war ein gutes Trainingslager“, formulierte der Karlsruher Chefcoach seine Zufriedenheit mit den Bedingungen vor Ort und den Leistungen seiner Spieler. Die hatten beide Testspiele gewonnen – 6:1 (3:0) gegen den spanischen Drittligisten CD San Fernando und 3:2 (1:2) gegen den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. „Wir haben in zwei Spielen neun Tore geschossen und drüber hinaus noch etliche Chancen herausgespielt.“ Die zwei Gegentreffer von Heracles seien aber „ein Fingerzeig“ gewesen, dass seine Mannschaft bei ihren Bemühungen, mehr Gefahr für das gegnerische Tor zu entwickeln als bisher, „die Balance zwischen Abwehr und Angriff“ nicht verlieren dürfe.

Schwartz macht in diesem Zusammenhang kein Hehl daraus, dass er den Verlust des polnischen U21-Nationalspielers und Mittelstürmers Oskar Zawada, der kurz vor dem Jahreswechsel in seine Heimat zurückgekehrt ist, zum Erstligisten Wisla Plock, „gerne kompensiert“ hätte. Seine diesbezügliche Einschätzung, so der KSC-Coach weiter, habe er weitergegeben. Das Transferfenster ist zwar noch bis zum 31. Januar geöffnet, bisher aber zeigt das Präsidium aus finanziellen Gründen wenig Neigung, dem Wunsch des Trainers nachzukommen. Clubchef Ingo Wellenreuther jedenfalls nimmt, was die Torgefahr anbelangt, das vorhandene Personal in die Pflicht: „Wir haben keinem Spieler verboten, Tore zu schießen.“ Bisher haben nur Fabian Schleusener (siebenmal) und Anton Fink (fünfmal) mehrfach getroffen.

In 13 Spielen unter Schwartz gab es 25 Punkte und nur vier Gegentore. Deshalb wird der Coach seine erfolgreiche Grundordnung (4-4-1-1) nicht ändern. Für eine Umstellung auf ein offensiveres 4-3-3 „hatten wir in dieser sehr kurzen Winterpause einfach zu wenig Zeit“, erklärte der KSC-Coach, der heute alle Spieler zum Training erwartet. Auch Kapitän Kai Bülow (Erkältung), „Toni“ Fink (leichte Oberschenkelzerrung), Marcel Mehlem (Reizung im Knie) und Burak Camoglu (Erkältung) sollten wieder fit sein.