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Abschiedsszenen beim letzten Heimspiel der Saison: Andrej Klimovets (Mitte) im Kreise seiner Spieler nach dem Sieg gegen Saarlouis.  Fotos: Becker 
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Andrej Klimovets (links) mit TGS-Handballabteilungsleiter Wolfgang Taafel.  Fotos: Becker 

Eine Ära geht zu Ende: Die TGS Pforzheim verabschiedet ihren Erfolgstrainer Klimovets

Pforzheim. Standing Ovations, tosender Applaus und ein 30:25 (19:12)-Heimsieg gegen HG Saarlouis zum Abschied: Am Samstagabend wurde der langjährige Trainer und Spielertrainer der TGS Pforzheim, Andrej Klimovets, beim letzten Heimspiel der laufenden Saison verabschiedet.

Der Weltmeister von 2007 stand wohl wie kein anderer für eine Entwicklung des Handball-Drittligisten, die eines Tages im Aufstieg in die 2. Liga münden könnte.

„Die Entwicklung dieses Vereins ist mit deinem Namen verbunden“, so Abteilungsleiter Wolfgang Taafel in Richtung Klimovets, der bei der offiziellen Verabschiedung nach dem Spiel die ein oder andere Träne verdrücken musste. Taafel attestierte ihm einen „unbändigen Kampf- und Siegeswillen“. In sieben ereignisreichen Jahren, eins davon als Spieler, sechs als Trainer, und in insgesamt 211 Spielen schaffte die TGS unter Klimovets den Aufstieg in die 3. Liga und ist mittlerweile zu einem Top-Team geworden, dem man durchaus den Aufstieg in die 2. Liga zutrauen könnte. Klimovets gab sich diesbezüglich auf PZ-Nachfrage optimistisch: „Die Mannschaft und der Verein sind sehr gewachsen, irgendwann muss man sich dieses Ziel setzen.“

Andrej Klimovets, Wolfgang Taafel, Verabschiedung-3
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TGS Pforzheim - HG Saarlouis

Neben Klimovets wurden auch die Spieler Maris Versakovs, Jakob Fassunge, Alexander Klimovets und Dominik Merz verabschiedet.

Man könnte meinen, dass das Spiel gegen Saarlouis angesichts dieser Umstände in den Hintergrund rücken könnte, doch dem war nicht so. Die Handballer der TGS legten sich noch einmal richtig ins Zeug und zeigten ihre Entschlossenheit, die Rückrunde daheim ungeschlagen zu beenden. „Die erste Halbzeit haben wir überragend geführt“, erkannte auch Klimovets. Bis zur 19. Spielminute (10:8) hielt Saarlouis noch mit, dann zogen die Hausherren durch einen fulminanten 8:1-Lauf davon. Der HG entglitt der Zugriff auf das Spielgeschehen in dieser Phase völlig. Zur Halbzeit stand es 19:12.

Doch Saarlouis war fest entschlossen, noch einmal zurückzuschlagen, und kehrte mit einer stabileren Defensive aus der Pause zurück. Durch schnelle Vorstöße kämpfte sich der nun Tabellensiebte auf zwei Tore heran (19:17, 35.). „Da haben wir alle ein bisschen nachgelassen“, so Klimovets, der daraufhin ein Team-Timeout nahm, was Wirkung zeigte: Seine Jungs brachten den Vorsprung sicher über die Ziellinie (30:25) und können sich damit noch Hoffnung auf die Vizemeisterschaft machen, wenn es nächsten Samstag zum letzten Saisonspiel zum HC Oppenweiler/Backnang geht. Das wird dann das endgültig letzte TGS-Spiel für Klimovets sein. Und danach? „Mir stehen alle Wege offen, ich lass’ mich überraschen.“