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Nöttinger Spieler in Aktion. Foto: Becker
Nöttinger Spieler in Aktion. Foto: Becker
Oft Grund zum Jubeln hatte Aufsteiger SV Huchenfeld; es freuen sich Julian Krebiehl (Nummer 95) und Torschütze Daniel Calo nach einem Treffer im Spiel gegen den FC Ersingen. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
Oft Grund zum Jubeln hatte Aufsteiger SV Huchenfeld; es freuen sich Julian Krebiehl (Nummer 95) und Torschütze Daniel Calo nach einem Treffer im Spiel gegen den FC Ersingen. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
06.02.2019

Eine Landesliga-Zwischenbilanz: Viel Licht und ein wenig Schatten

Pforzheim. Wenig Bewegung hat es in den Spielerkadern der Landesligisten in der gerade abgelaufenen Wechselperiode II gegeben. Kein Wunder, sind doch die Verantwortlichen der sechs Clubs aus dem Fußballkreis Pforzheim recht zufrieden – mit zwei Ausnahmen.

Die PZ zieht vier Wochen vor dem Neustart in die Saison 2018/19 eine Zwischenbilanz.

TSV Grunbach (Platz 3)

Mit Platz drei steht der TSV Grunbach als Aufsteiger prima da. Das soll auch so bleiben, wenngleich die Vorbereitung auf die weitere Saison schwierig ist. In Grunbach liegt Schnee. An einen ordentlichen Trainingsbetrieb ist nicht zu denken. Schön, wenn man gute Freunde hat. „Wir bedanken uns sehr beim 1. CfR Pforzheim und bei den Kickers Pforzheim, weil wird dort ab und zu auf dem Kunstrasen trainieren dürfen“, betont Trainer Jens Wolfinger. Natürlich will der ehemalige Oberligist weiter vorne dran bleiben. Der Aufstieg in die Verbandsliga ist aber nicht das primäre Ziel. „Wir haben eine junge Mannschaft und sehen das alles sehr gelassen“, sagt Wolfinger, dessen Vertrag noch nicht über diese Saison hinaus verlängert ist.

Mit Mittelfeldspieler Davide Di Giovanna (SV Deckenpfronn) und Torhüter Niclas Mummert vom 1. CfR Pforzheim kamen jetzt zwei Neue. Ein Abgang, den man sehr bedauert, ist Nick Petlach, den es aus familiären Gründen nach Nordrhein-Westfalen zieht. Patrick Schweikl wechselt zum SV Büchenbronn.

1. FC Ersingen (Platz 6)

„Absolut zufrieden“ ist Ersingens Trainer Stefan Rapp. Die Mannschaft hat sich unter seiner Regie (es ist Rapps siebte Saison) sehr gut entwickelt. „Wir wollen so weitermachen, Platz sechs bestätigen und schnellsten die nötigen Punkte sammeln, um ganz sicher zu sein“, sagt der 36-Jährige, der kürzlich seinen Vertrag, ebenso wie Teammanager Philipp Huber um zwei weitere Jahre verlängert hat. Sein spielender Co-Trainer Florian Ritter verlängerte um ein Jahr.

Neuzugänge gab es in der Winterpause keine. Stürmer Philipp Jany schloss sich dem FV Öschelbronn an.

FC Nöttingen II (Platz 8)

Es ist jedes Jahr spannend, wie es beim FC Nöttingen II läuft, wo Michael Fuchs einmal mehr eine ganz junge Mannschaft betreut – und das erneut mit Erfolg. Platz acht ist zur Winterpause eine gute Ausbeute. „Wir müssen noch ein paar Punkte holen. Aber eigentlich ist die Mannschaft zu gut, um noch in große Not zu geraten“, ist Fuchs optimistisch. Auffällig ist, dass das Team die viertbeste Defensive der Liga hat (nur 22 Gegentreffer in 16 Begegnungen), auch ein Verdienst von Kevin Sollorz, der bald im Nöttinger Oberliga-Team anklopfen könnte, so wie es Offensivmann Valentyn Podolsky schon tut.

In der Winterpause wurde der Kader um drei A-Jugendliche ergänzt. Aber wichtig ist für Fuchs die richtige Mischung. Mit Lukas Hecht-Zirpel, Jonathan Walch und seinem Sohn Yannik gibt es drei ältere Spieler, die den jungen Spielern Halt geben.

1. FC Birkenfeld (Platz 10)

Neben dem FV Niefern zählt der FC Birkenfeld zu den Pforzheimer Landesliga-Teams, die nicht zufrieden sind. Trainer Bruno Martins ärgert sich über einen verschlafenen Saisonstart. „Am Anfang haben ein wenig die Einstellung und die Leidenschaft gefehlt. Dann haben wir uns gefangen.“ Martins hofft, dass man ab März schnell die Kurve kriegt und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammelt. Das Potenzial hat die Mannschaft, die als Saisonziel Platz eins bis vier ausgegeben hatte, allemal. „Wir müssen Konstanz reinbringen“, fordert der Coach, der damit rechnet, auch in der kommenden Saison im Erlach Trainer zu sein. „Es ist zwar noch nicht fix, aber die Gespräche sind weit fortgeschritten“, so Martins.

In der Wechselperiode II haben Alexander Lang (TSV Weiler) und Robin Wolfinger (pausiert) Birkenfeld verlassen. Mit Manuel Römer kommt vom SV Huchenfeld ein Mittelfeldspieler.

SV Huchenfeld (Platz 11)

Zwar einen Platz hinter Birkenfeld, aber doch sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf, ist man beim Grunbacher Mitaufsteiger in Huchenfeld. „Wir müssen so weitermachen und schnell die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln“, fordert Spielertrainer Timo Fuhrmann. Drei Winter-Neuzugänge sollen mithelfen, dieses Ziel zu erreichen: Rene Hook (FC Flehingen), Valery Heidt (FC Ergolding) und Vatos Beka (FSV Buckenberg) ergänzen den Huchenfelder Kader.

Timo Fuhrmann und sein spielender Co-Trainer Felix Zachmann bleiben dem Verein erhalten. Sie haben die Verträge schon verlängert, sind also auch in der Saison 2019/20 am Ruder.

Das Nachholspiel gegen den TSV Grunbach, das auf 3. März angesetzt ist, will man verlegen. Warum? Es ist Fastnachtssonntag.

FV Niefern (Platz 16)

Von einer gelungenen Aufholjagd träumt man beim Schlusslicht FV Niefern nach einer reichlich verkorksten Vorrunde. Schon früh in der Saison trennte man sich vom neuen Trainer Erkan Bostan. Für ihn übernahm Clubvorstand Roman Gichau das Kommando. So bleibt das auch bis zum Saisonende. Zusammen mit Co-Trainer Tobias Berger soll das kleine Wunder nach möglich gemacht werden. „Die Mannschaft hat das Potenzial, wir können den Klassenerhalt noch schafften“, glaubt Tobias Berger. Derweil sucht Roman Gichau schon mal einen neuen Trainer für die neue Saison.

Verstärkungen wurden in der Winterpause keine geholt. Dafür verließen mit Steven Recchia (zum FC Nußbaum) und Cedrik Geiger (FC Bauschlott) zwei Aktive den Verein, die aber nicht erste Wahl waren.