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Eigengewächs“ Luke Hofferer schlägt für Mutschelbach auf.  Foto: Beihofer 
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Für den TTC Dietlingen mit Thomas Schüle und Lea Novak geht es in der Verbandsklasse um den Ligaverbleib. Hennrich (Archivfoto). 

Eine Saison voller Unwägbarkeiten: Am Wochenende beginnt im Tischtennis wieder die Punktehatz

Pforzheim. Nachdem die Tischtennissaison 2020/21 aufgrund der Corona-Pandemie im November abgebrochen wurde, ertönt am Wochenende für das Gros der Akteure der Startschuss zur neuen Spielzeit. Endlich wieder, wird der ein oder die andere denken, sind doch mittlerweile mehr als zehn Monate ins Land gezogen. In wie weit man allerdings von einem „normalen“ Spielbetrieb sprechen kann, muss sich erst noch weisen.

Plan B: Es steht wohl abermals eine Saison voller Unwägbarkeiten vor der Tür. Dass man einen Neuanfang wagt, halten die allermeisten der Protagonisten für richtig, um einschränkend anzufügen, wie wichtig es sei für den Fall der Fälle einen Plan B in der Hinterhand zu haben. Oder wie es Kleinsteinbach/Singens erster Vorsitzender Andreas Enderle formuliert: „Man sollte auf die Vielschichtigkeit der Probleme, welche im Laufe der Saison auftreten können, vorbereitet sein“. Alles andere als einfach, insbesondere hinsichtlich der Verantwortlichkeit.

Nichtsdestotrotz schickt der Bezirk Pforzheim wieder 70 Mannschaften ins Punkterennen, was einem Rückzug von „lediglich“ vier Teams entspricht. In Zeiten einer Pandemie eine erstaunlich niedrige Zahl, welche man auch mit einer „nicht verloren gegangenen Liebe zum Tischtennissport“ interpretieren könnte. Einziger Wermutstropfen hierbei ist die Tatsache, dass zwei dieser vier Mannschaften im Frauenbereich angesiedelt waren, sprich: der 1. TC Ittersbach ist nun also die letzte verbliebene Vertretung, die das Fähnchen bei den Frauen in Pforzheim hochhält.

Unumstrittenes Aushängeschild der Herren, die den Wettstreit um Siege und Meisterschaften in Angriff nehmen, ist nach wie vor die TTG Kleinsteinbach/Singen, stellt sie mit ihrer „Ersten“ in der Regionalliga Südwest (siehe Bericht unten) sowie mit ihrer „Zweiten“ in der Verbandsliga doch zwei absolute Spitzenteams.

Zweitstärkste Kraft ist der in der Verbandsoberliga (ehemals Badenliga) beheimatete TTC Mutschelbach. Lediglich noch in der Verbandsklasse Süd angesiedelt sind die Recken des ehemaligen Vorzeigevereins aus Dietlingen.

Verbandsoberliga: Voller Selbstvertrauen, aber auch mit einer gehörigen Portion Respekt gehen Mutschelbachs Mannen in ihre – sieht man mal von der vergangenen, nur vier Spieltage währenden Runde ab – erste Verbandsoberliga-Saison. „Wir stehen vor einer großen sportlichen Herausforderung“, gibt sich Mutschelbachs erster Vorsitzender Alexander Hofferer keinen Illusionen hin. Angeführt wird das Team vom ehemaligen Zweitligaakteur und Neukapitän Manuel Winter sowie dem erfahrenen Patryk Matuszewski.

Während Markus Ruisch und Swen Janson das mittlere Paarkreuz bilden, soll der erst 15-jährige Youngster Joey Martin, zuletzt für den ASV Grünwettersbach IV in der Bezirksliga Süd aktiv, den zum VfB Mosbach-Waldstadt abgewanderten Tomas Kukucka ersetzen. Komplettiert wird das Sextett schließlich von „Eigengewächs“ Luke Hofferer. „Wir wollen die beiden Jungen fördern und an die Liga heranführen“, zeigt Winter den Weg auf, welchen man künftig gehen will. „Daher kann das Ziel natürlich nur Klassenerhalt lauten. Vielleicht sind wir ja in der Lage die eine oder andere Mannschaft zu ärgern“, so Winter weiter. Gewehr bei Fuß, wäre einmal Not am Mann, stünden Adam Dziadkowiec sowie Matthias Apfel.

Verbandsliga: Bereits in ihr drittes Verbandsligajahr geht die TTG Kleinsteinbach/Singen II. Nachdem ihr vor Jahresfrist ein glänzender Start geglückt war, ehe sie vom Saisonabbruch ausgebremst wurde, möchte die Pfinztal-Equipe jetzt genau dort weiter machen. Die Vorzeichen hierfür stehen gut, scheint das TTG-Ensemble doch eher noch ausgeglichener und dadurch stärker besetzt zu sein als zuletzt. Kevin Valentin führt die Truppe an, gefolgt von Jonathan Rosenow, Patrick Mößner, Nachwuchstalent Remy Pham, Kian Aragian sowie Routinier Ilija Rajkovaca. „Wenn wir in der Lage sind unsere Leistung abzurufen, müssten wir schon vorne mitspielen können“, gibt sich Abwehr-Ass und Mannschaftskapitän Rosenow zuversichtlich. Zu den schärfsten Rivalen im Kampf um den Titel dürften der VfB Mosbach-Waldstadt und die TG Eggenstein gehören.

Verbandsklasse Süd

Mit einem kräftigen Aderlass hatte der TTC Dietlingen in den zurückliegenden Jahren zu kämpfen. Daher kann es für Kelterns Auswahl heuer einzig und allein um den Klassenerhalt gehen. Nach seiner Auszeit aus beruflichen Gründen steht immerhin wieder Andreas Weber zur Verfügung. Ein wichtiger Faktor, kann er doch einer Mannschaft Halt geben. Nicht mehr wegzudenken ist außerdem die frisch vermählte Lea Novak (ehemals Dürr). Thomas Schüle, Enrico Fornieles, Thomas Nowicki sowie der junge Christof Müller bilden den weiteren Stamm. Zu Einsätzen kommen werden im Laufe der Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Leon Ried, Remo Nürnberg und Nikolas Schneeweis. „In erster Linie wollen wir Spaß haben“, nimmt Weber den Druck vom Team, „gelingt es uns dann noch vernünftige Aufstellungen an den Tisch zu bekommen, sollten wir durchaus für die eine oder andere Überraschung sorgen können“.