wildparkstadion
 

Einigung: Neues KSC-Stadion am alten Platz

Die Stadt Karlsruhe und der Karlsruher SC arbeiten ab sofort Hand in Hand auf ein neues Fußballstadion im Wildpark hin. Das gaben Oberbürgermeister Frank Mentrup und Clubchef Ingo Welleneuther auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt. Vorbehaltlich einer Zustimmung des Karlsruher Gemeinderates, die der OB noch in diesem Jahr anstrebt, soll für 110 bis 120 Millionen Euro am jetzigen Standort ein komplett neues, schwerpunktmäßig fußballerisch genutztes Stadion entstehen.

Zum Thema „Multifunktionsarena“ sagte Mentrup: „Dafür besteht in Nordbaden kein Bedarf mehr. Da waren andere Städte schneller.“ Nach dem derzeitigen Stand der Dinge (Mentrup: „Der Gemeinderat braucht für seine Entscheidung natürlich eine Größenordnung.“) sind für den Bau des neuen Stadions 60 bis 70 Millionen Euro vorgesehen, die Infrastrukturmaßnahmen schlagen mit 42 bis 47 Millionen zu Buche.

„Neubau heißt Neubau“, erklärte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther auf die Frage, was mit der jetzigen, im Juni 1993 eingeweihten Haupttribüne (der damalige Umbau kostete 45 Millionen Mark) passieren soll. Sie soll also nicht in einen Neubau integriert, sondern abgerissen werden. Ihr „baulicher Zustand“ und ihre „wirtschaftliche Belastbarkeit“ mache dies auch erforderlich, ergänzte Dr. Mentrup. Eine Sanierung des 1955 eröffneten Wildparkstadions, in welchem Umfang auch immer, kommt weder für den OB („Aus meiner Sicht stellt das keine Alternative dar“), noch für den KSC in Frage.

„Wir können uns nur für einen Neubau voll engagieren“, machte Ingo Wellenreuther klar. In ein, zwei Nebensätzen ließ der Clubchef zwar noch einmal sein Bedauern darüber durchblicken, dass ein Neubau an der Autobahn nicht in Frage kommt. „Aber wir akzeptieren die politischen Gegebenheiten und werden alles dafür tun, dass dieser Neubau im Wildpark realisiert werden kann.“

Die früher oftmals problematischen Gespräche zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Traditionsverein seien in „freundschaftlicher, konstruktiver und positiver Atmosphäre“ verlaufen, betonten beide Seiten. Die früheren Differenzen seien ausgeräumt und ab sofort werde ein gemeinsamer Weg beschritten. An dessen Ende könnte in etwa fünf, sechs Jahren (drei bis vier Jahre Planung und Ausschreibung, ein, zwei Jahre Abriss und Neubau bei laufendem Spielbetrieb) das neue Wildparkstadion eingeweiht werden.