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Hitzige Minuten erlebt das Käppele Stadion kurz vor dem Seitenwechsel: Auch 08-Trainer Cavit Cakir (Fünfter von links) ist Teil des Geschehens.  Fotos: Bächle 
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Am Ende wurde es gar nochmals eng. 

Emotionen kochen beim Derby zwischen 08 und Türkischem SV über

Mühlacker. Dass es unter Umständen emotional hoch hergehen würde beim Spiel der Kreisklasse A 1 zwischen dem Türkischen SV und der 08 Mühlacker zeigte sich schon vor Beginn der Partie. Dem Wunsch um ein gemeinsames Foto zwischen den beiden Schwägern und jeweiligen Trainern Cavit Cakir (08 Mühlacker) und Recep Coskun (Türkischer SV) wurde seitens Cakir widersprochen – und wenig später wurde es dann sogar noch turbulent.

Was war passiert? Kurz vor der Pause sah 08-Verteidiger Ömer Keskin beim Stand von 3:0 für den Türkischen SV nach einem groben Foulspiel die Rote Karte. Damit nicht genug verpasste er dem Gefoulten nach dem Platzverweis noch einen satten Faustschlag. Dies ließ auch am Seitenrand die Emotionen überkochen – zahlreiche Betreuer, Ersatzspieler und Unterstützer stürmten das Feld. Nach wenigen Minuten beruhigte sich die Lage auf dem Grün wieder – am Seitenrand, so der Vorwurf des Trainingsleiters des Türkischen SV, Coskun, gingen die verbalen Attacken seitens der 08-Trainerbank aber weiter. Auf der Suche nach dem Auslöser der Tätlichkeit bezichtigte umgekehrt 08-Trainer Cavit Cakir den Gefoulten der verbalen Entgleisung. In einem Vorbericht der „Pforzheimer Zeitung“ hatte sich SV-Trainer Coskun noch hoffnungsvoll gezeigt, dass „Stress“ zwischen den Trainern beziehungsweise den Kontrahenten auf dem Feld vermieden werden könne.

Trotz der Gefühlsausbrüche lieferten die beiden Teams den rund 300 anwesenden Zuschauern im gut gefüllten Käppele-Stadion aber auch 90 Minuten attraktiven Fußball. Vor dem Aufreger hatten Ilyas Özcan mit einem sehenswerten Seitfallzieher (17.) und Deniz Öztürk mit einem Doppelschlag (FE 21. + 32.) den Türkischen SV in Führung gebracht. Zwar nur noch zu zehnt, aber dennoch noch nicht geschlagen kämpften sich die 08er durch die beiden Treffer von Caglar Sener (49.) und Hakan Hayirli (FE 75.) im zweiten Durchgang nochmals ran. Den Derbysieg feiern durfte schlussendlich aber der Türkische SV Mühlacker.

Den Grund für den am Ende knappen 3:2-Sieg für sein Team sah SV-Trainer Recep Coskun in den verbalen Attacken von Außen: „Meine Jungs hatten Angst. Da kann man nicht konzentriert Fußballspielen.“ Sein Schwager und Gegenüber Cavit Cakir hingegen berief sich auf den laufstarken und engagierten Auftritt seiner verbliebenen zehn Feldspieler.