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Schöner die Tore nie fielen: Die Wahl zum "Tor des Jahres" läuft noch bis zum 31. Januar.
Tor des Jahres
Stark am Ball, stark im Abschluss: Sven Oppermann vom FV Lienzingen. Kohler/PZ-archiv
Stark am Ball, stark im Abschluss: Sven Oppermann vom FV Lienzingen. Kohler/PZ-archiv
Holt er sich noch den Sieg? Marcus Stephan vom SV Neuhausen holte zuletzt Stimme um Stimme auf.
Tor des Jahres Stephan © Hennrich/PZ-Archiv
24.01.2012

Endspurt bei der PZ-Wahl zum Tor des Jahres (pu_0#wo_0)

Pforzheim. Der Countdown läuft: Die PZ-Wahl zum Tor des Jahres endet am 31. Januar. Noch liefern sich Sven Oppermann vom FV Lienzingen und Marcus Stephan vom SV Neuhausen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg. Doch aus dem Duell um den Titel könnte auch noch ein Fünfkampf werden.

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Jörg Dahlmann war völlig aus dem Häuschen: „Und er hebt und hebt und hebt – hinein ins Tor“, schwärmte der Kommentator an diesem unvergessenen Novemberabend 1993 ins Mikrofon. Mit einem gefühlvollen Heber hatte Rainer Schütterle soeben das dritte KSC-Tor im Uefa-Cup gegen Valencia erzielt. 18 Jahre später macht sich ein einstiger Jugendspieler des VfB Stuttgart daran, in Schütterles Fußbstapfen zu treten: Sven Oppermann, Stürmer vom FV Lienzingen.

Mit mehr als 4000 Stimmen steht sein Heber vom 27. März 2011 zum 2:2 gegen den SV Königsbach derzeit (Stand Montag) an der Spitze der PZ-Wahl zum „Tor des Jahres“. Doch die Konkurrenz sitzt ihm im Nacken: Zwölf Tore stehen auf pz-news.de zur Auswahl, eine Woche vor der Siegerkür holt allen voran Marcus Stephan vom SVNeuhausen Stimme um Stimme auf.

Dank der Freunde vorne dabei

„Ich habe das Tor auf Facebook gepostet und allen Freunden Bescheid gegeben“, sagt der 27-jährige Stephan. Aus 20 Metern hatte er einen Freistoß gegen den TVGräfenhausen zum 1:1 ins linke obere Eck gezimmert. Zehn Minuten stand er da erst auf dem Platz: Drei Meter Anlauf, alle Kraft in den Spann – das Ding war drin. Zum einen war der Treffer der Wendepunkt der Begegnung. Zum anderen ist es just dieser Schuss, mit dem Stephan dem führenden Oppermann die Auszeichnung des schönsten Tores der Region noch abluchsen kann.

„Ich hatte das am Anfang gar nicht mitbekommen“, berichtet Oppermann, der Favorit auf den Tore-Titel. „Aber meine Fußballkollegen haben da viele Bekannten mobilisiert.“ Noch liegt der 38-Jährige mit wenigen Stimmen in Front. Doch Stephans Aufholjagd in den letzten Tagen zeigt, dass das Rennen noch nicht entschieden ist: Noch vor einer Woche war er mehr als 2000 Stimmen zurück, gestern Nachmittag waren es nur noch 271.

Gewinnt ein lachender Dritter?

Sein Comeback bedeutet aber auch, dass am Ende statt Stephan oder Oppermann ein dritter Nominierter lachen könnte: Etwa Tim Reule (FV Wildbad), dessen Dropkick den Weg ins rechte obere Eck des Büchenbronner Tor fand. Oder der Königsbacher Michael Schnepf: Einen Abstoß seines Torwarts nahm er mit der Brust mit, setzte sich gegen die Gegenspieler des FV Lienzingen durch – und nur eine Ballberührung später landete das runde Leder im langen Eck. Wie auch der 30-Meter-Freistoß von Oguzhan Celebi, der im letzten Jahr für Germania Brötzingen die Kickstiefel schnürte, haben Reule und Schnepf bereits über 1000 Stimmen. Sie alle liegen somit noch in Lauerstellung, sie alle könnten noch für eine Überraschung sorgen – wenn es ihnen gelingt, ausreichend Anhänger zur Stimmabgabe zu bewegen.

Zeit haben sie hierzu noch bis zum 31.Januar: Dann wird feststehen, welcher Fußballer in Pforzheim und dem Enzkreis das beste, genialste oder schönste Tor des Jahres 2011 erzielt hat. Sein Preis: Der Gekrönte wird in Zukunft mit dem EM-Spielball „Tango 12“ auf Torejagd gehen dürfen. Gewinnen können auf pz-news.de aber nicht nur die Torschützen der Traumtore. Denn nebenher kann man auch an einem Fußballquiz teilnehmen. Wer sich in der Kicker-Landschaft im Fußballkreis Pforzheim auskennt, kann mit Glück einen iPod touch oder ein aktuelles Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gewinnen.

„Ich liebe Leute die Heber machen“, sagte Jörg Dahlmann an besagtem 2. November 1993, als das „Wunder vom Wildpark“ seinen Lauf nahm. Ob er diese Leidenschaft mit den PZ-Lesern teilt, oder ob diese mehrheitlich doch eher stramme Schüsse oder technische Finessen lieben, steht in einer Woche fest. Der Countdown läuft.

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