760_0900_91188_Manuel_Moench_2.jpg
Wurfgewaltig aus allen Lagen zeigte sich Pforzheims Manuel Mönch. Foto: Becker

Energieleistung bringt fünften Sieg in Serie für SG Pforzheim/Eutingen

Pforzheim. Am Ende gab es für Manuel Mönch noch eine Trophäe: Eine große Wurst Marke Paprikabeißer, wie der Sprecher bei der Pressekonferenz verkündete. Als Preisträger ausgewählt worden war der Pforzheimer Rückraumspieler von Stefan Fähnle, dem Trainer des TSV Weinsberg.

Dass dessen Team am Samstagabend mit einer 27:29 (13:14)-Niederlage im Gepäck die Pforzheimer Bertha-Benz-Halle verlassen musste, lag vor allem an diesem Manuel Mönch, der seiner SG Pforzheim/Eutingen im Oberliga-Duell mit neun Toren aus dem Feld den Weg gewiesen hatte.

„Noch klappt es. Ich hoffe, ich kann der Mannschaft noch ein Weilchen weiterhelfen“, sagte Mönch, der immerhin schon 33 Jahre alt ist. Im Moment wird er mehr den je gebraucht, weil die SG so viele Verletzte hat. Ein bisschen knifflig war die Wahl für Stefan Fähnle schon, weil die Gastgeber mit Spielmacher Julian Broschwitz (7) einen zweiten auffälligen Akteur in ihren Reihen hatten. Das war auf der Gegenseite ähnlich. SG-Coach Alexander Lipps überreichte die Wurst-Trophäe, die er zu vergeben hatte, an den sprunggewaltigen Moritz Wahl (9), der die SG-Abwehr immer wieder vor Probleme stellte. Aber auch Sven König (10/2) hätte an diesem Abend einen Preis verdient gehabt.

Am Ende gab wohl der ausgeglichener besetzte Kader der Pforzheimer den Ausschlag. Fünf weitere Spieler steuerten 13 Treffer zum Erfolg bei, bei Weinsberg gab es nur drei weitere Torschützen, die acht Treffer verbuchten.

Kein Platz für Schönheit

Die Partie war von der ersten bis zur letzten Sekunde hart umkämpft, aber nie unfair (nur vier Zeitstrafen). Für Schönheit war an diesem Abend kein Platz. Vom SG-Rückraum spielten vier Mann fast durch, nachdem auch noch Tom Schlögl lange ausfällt und andere Spieler angeschlagen waren. Zudem muss in der Abwehr der komplette Innenblock ersetzt werden. Umso höher ist die Pforzheimer Energieleistung einzuschätzen. „Manchmal zählen die Punkte umso mehr, wenn es kein so schönes Spiel war. Heute zählt der Sieg, alles andere ist zweitrangig“, bilanzierte Alexander Lipps.

Es war eine über 60 Minuten enge Partie, in der es nach der Pause etwas schneller und wilder wurde. Diese Phase nutzte Pforzheim, um sich vier Tore (19:15) abzusetzen. Von diesem Vorsprung zehrten die Gastgeber, auch wenn Weinsheim nie aufsteckte und beim 24:23 und 26:25 wieder bis auf ein Tor dran war. „Wir haben es von Anfang bis Ende durchgezogen“, freute sich auch Manuel Mönch über den fünften Sieg in Serie. Solche Erfolge seien wichtig, vermerkte der Torjäger, auch mit Blick auf die dürftig gefüllte Tribüne. Mit den vier Heimniederlagen zum Saisonauftakt hat die SG Kredit verspielt. „Diese Zuschauer müssen wir zurückgewinnen“, sagt Mönch.