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Für Eray Gür zählt beim FC Nöttingen immer nur eines: Volle Attacke!  Foto: PZ-Archiv, Ripberger
Für Eray Gür zählt beim FC Nöttingen immer nur eines: Volle Attacke! Foto: PZ-Archiv, Ripberger
16.11.2015

Eray Gür vom FC Nöttingen: „Mini-Krise ist vergessen“

Mit neun Toren in 16 Spielen gehört Eray Gür zu den Leistungsträgern beim Fußball-Oberligisten FC Nöttingen. Beim 5:0 gegen den SSV Reutlingen schnürte der 22-Jährige einen Dreierpack. PZ-Redakteur Dominique Jahn sprach mit dem Offensiv-Ass über den FCN und den Lokalrivalen 1. CfR Pforzheim.

PZ: Drei Tore in einem Spiel – wann ist Ihnen das zum letzten Mal gelungen?

Eray Gür: Oh, das ist lange her. Ich glaube, in der C-Jugend beim KSC. Aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern.

PZ: In Reutlingen haben Ihre Mitspieler Sie aber auch gut in Szene gesetzt.

Eray Gür: Absolut. Ihnen muss ich wahrscheinlich in dieser Woche einen Kasten Bier ausgeben. Wir haben aber überhaupt super gespielt und stark kombiniert. Das war schon ein beeindruckender Auftritt von uns.

PZ: Auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch – nach zwei Niederlagen in Folge?

Eray Gür: Eigentlich nicht. Wir haben ja auch in den letzten beiden Partien gut gespielt, nur vorne unsere Chancen nicht reingemacht. Die Mini-Krise ist nach dem 5:0 aber nun vergessen.

PZ: Reutlingens Coach Georgi Donkov hat nach dem Spiel gesagt: „Der FCN hat in dieser Klasse nichts zu suchen.“ Sprich: Der FCN muss schnellstmöglich wieder hoch in die Regionalliga. Das sehen Sie wohl auch so?

Eray Gür: Ja, klar. Aber es warten noch 18 schwere Spiele auf uns. Da kann noch viel passieren. Jedoch wissen wir auch, dass wir die Qualität haben.

PZ: Wer kann den FCN stoppen?

Eray Gür: Hollenbach, Ulm, Sandhausen II und der KSC.

PZ: Der CfR nicht?

Eray Gür: Die spielen nicht konstant genug.

PZ: Einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg kann Ihr Team am Samstag im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten FSV Hollenbach machen.

Eray Gür: Das wird ein heißes Spiel. Wir freuen uns darauf und wollen natürlich den Abstand vergrößern.

PZ: Sie spielten ab der U15 für den KSC, wechselten dann vor dieser Runde nach Nöttingen. Leben Sie mit 22 Jahren noch den Traum vom Fußballprofi?

Eray Gür: Schön wär’s, aber die Zeit ist wohl vorbei. Ich wohne jetzt in Ispringen und mache bei der Firma Rutronik eine Ausbildung. Ich gebe auf dem Platz alles, sollte dann irgendwann ein Angebot noch reinflattern, sage ich natürlich nicht Nein.

PZ: Neun Tore in 16 Spielen – wie viele werden Sie am Ende der Runde auf dem Konto haben?

Eray Gür: Es können neun bleiben, wenn wir am Ende aufsteigen.