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Gutes Ende eines starken Sechskampfes: Ivan Rittschick war beim Heimerfolg der KTV Straubenhardt gegen Singen voll gefordert und punktet eifrig.  Foto: Ripberger 
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Erst 15 Jahre und schon Punktesammler in der Bundesliga: Pascal Brendel überzeugte bei seinem ersten Auftritt in Straubenhardt nicht nur am Barren.  Foto: Ripberger 

Erfolgreich mit der Neuen Deutschen Welle: KTV Straubenhardt mit 76:12 gegen Aufsteiger StTV Singen

Straubenhardt. Auch ohne spannenden Wettkampf kamen die Zuschauer in der einmal mehr vollen Straubenhardthalle am Samstagabend auf ihre Kosten. Mit einer hochkarätigen Schau am Reck, inklusive fünf Flugelementen, beendete Andreas Bretschneider den Wettkampf in der Deutschen Turn-Liga (DTL) zwischen der KTV Straubenhardt und dem StTV Singen.

76:12 nach Scorepunkten stand es nach einem einseitigen schwäbischen Vergleich zwischen dem deutschen Vizemeister und dem Aufsteiger.

Steve Woitalla war zufrieden. Das Prädikat „sehr zufrieden“ wollte der neue Sportlichen Leiter der KTV noch nicht vergeben. Noch waren die insgesamt 24 Übrungen der Gastgeber an den sechs Geräten mit zu vielen Fehlern behaftet. „Gegenüber dem ersten Wettkampf war es aber eine Steigerung“, befand Woitalla.

Weniger glücklich war er darüber, dass man den Sprung fast abgegeben hatte. Aber Nick Klessing entriss als letzter Springer mit einer Fünfwertung den Gästen noch die Gerätewertung (6:5).

Zwölf Scorepunkte hatte man den Gästen überlassen, für Woitalla waren das ein paar zu viel. Doch der neue Sportliche Leiter weiß auch um die aktuellen Einschränkungen. Er selbst kann ebenso sie Brian Gladow aktuell nicht an die Geräte, dazu fielen mit Neuzugang Alexander Maier, Tobias Wörz und Daniel Radoi drei Turner krank aus. Und weil man bei der KTV auf die „Neue Deutsche Welle“ setzt und in dieser Saison so lange wie möglich auf den Einsatz des einzigen Ausländers (David Belyavskiy aus Russland) verzichten mussten, standen gerade mal noch sieben Turner auf der Matte.

Das bedeutete vor allem für zwei Turner eine deutliche Mehrbeanspruchung. Der erst 15-jährige Neuzugang Pascal Brendel war gleich an vier Geräten gefordert. Und Ivan Rittschik musste gar einen Sechskampf turnen. Erfahren hatte er das am Abend zuvor. Seine Wackler am Boden und am Pauschenpferd kamen so nicht gänzlich unerwartet. „Da bin ich noch im Probestadium“, erklärte Rittschik zu den Übungen. Er biss sich aber durch und war am Ende neben Marcel Nguyen mit 18 Punkten Topscorer des Abends – der zweifache olympische Silbermedaillengewinner Nguyen turnte aber nur vier Geräte.

Erstaunlich abgebrüht

Ein Freude war für die Zuschauer der Auftritt von Pascal Brendel. Der 15-Jährige Hesse zählt zu den großen Talenten des deutschen Turnsports. „Erstaunlich, wie abgebrüht er schon ist. Für sein Alter hat er einen ganz schönen Killerinstinkt“, lobte Steve Woitalla sein Nesthäkchen, das nach vier Zählern beim Auswärtserfolg in Pfuhl daheim sieben Scorepunkte an zwei Geräten (Barren, Reck) einsammelte. „Hier ist sehr gute Stimmung, das gefällt mir“, ließ der 15-Jährige das Publikum wissen.

Begeistert waren die Zuschauer aber auch vom zweiten Neuzugang. Nick Klessing turnte zwar nur „seine“ drei Geräte Boden, Ringe und Sprung, sicherte sich dabei aber vor allem dank sauberer Ausführung die maximale Ausbeute von 15 Zählern.