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Freut sich auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro: Handball-Nationalspieler Patrick Groetzki.   Ghement
Freut sich auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro: Handball-Nationalspieler Patrick Groetzki. Ghement
14.07.2016

Erleichterung bei Patrick Groetzki: Birkenfelder Handballer im Olympia-Kader

Die Europameisterschaft im Januar dieses Jahres hatte er wegen einer Verletzung noch verpasst. Doch bei den Olympischen Spielen ist er dabei: Patrick Groetzki war gestern ziemlich erleichtert, nachdem Bundestrainer Dagur Sigurdsson am späten Vormittag die Katze aus dem Sack gelassen hatte. „

Die Spieler haben uns die Entscheidungen nicht leichtgemacht“, sagte Sigurdsson nach der Auswahl seines 14 Spieler zählenden Olympiakaders. Ersatzmann ist Steffen Fäth, auch Keeper Carsten Lichtlein und Steffen Weinhold fahren mit, um bei Ausfällen reagieren zu können.

Letzte Erkenntnisse hatte der isländische Coach beim Länderspiel in der Stuttgarter Porsche-Arena gegen Tunesien am Mittwochabend gewonnen. Groetzki spielte beim 38:32-Sieg nur knapp 20 Minuten. Es war im Umfeld der Nationalmannschaft spekuliert worden, dass der Trainer vielleicht nur einen Rechtsaußen mit zum olympischen Turnier nach Rio (7. bis 21. August) nehmen könnte. Dann wäre EM-Held Tobias Reichmann die Nummer eins gewesen. Auf der Position des Linksaußen hat Sigurdsson mit Kapitän Uwe Gensheimer nur einen Spieler nominiert. Sein Backup Rune Dahmke muss zuhause bleiben, ebenso wie die Spieler Jannik Kohlbacher, Erik Schmidt und Tim Kneule.

Patrick Groetzki, der seit Jahren zum Stamm der Nationalmannschaft zählt, war zuletzt auch ein wenig ins Grübeln geraten. „Man weiß ja nie, wie die Trainer planen. Zuletzt saß ich schon auf glühenden Kohlen“, berichtet der 27-Jährige über die Stunden vor der Nominierung. „Aber dann war ich sehr erleichtert“, freut sich der Birkenfelder, der in Rio sein 100. Länderspiel absolvieren wird.

„Dass Dagur die Qual der Wahl hatte, ist ein Zeichen für die hohe Qualität, mit der alle für den Erfolg der Nationalmannschaft gearbeitet haben. Der deutsche Handball ist und bleibt so auf einem sehr guten Weg. Jetzt freuen wir uns auf Olympia,” sagt DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Nach einigen freien Tagen beginnt der nächste Lehrgang am kommenden Dienstag, 19. Juli, ebenfalls in Stuttgart. Am 1. August werden die Handballer nach Rio de Janeiro fliegen. Vorrundengegner sind Schweden, Polen, Brasilien, Slowenien und Ägypten.