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Es geht schon wieder los: Gut vier Wochen nachdem die Aufstiegshoffnungen in der Relegation platzten, hat der KSC die Vorbereitung auf die Saison 2018/19 aufgenommen.  Foto: Carmele 

Erneuerter Karlsruher SC nimmt wieder Anlauf für den Aufstieg

Karlsruhe. Ein konkretes Saisonziel hat KSC-Präsident Ingo Wellenreuther beim Trainingsauftakt am Mittwoch Cheftrainer Alois Schwartz und den Karlsruher Fußballern nicht vorgegeben. „Aber klar, wir wollen wieder oben angreifen“, fasste der Clubchef die sportlichen Erwartungen beim Drittligisten dennoch zusammen.

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Trainingsauftakt beim Fußball-Drittligist Karlsruher SC

Es werde schwer, meinte Sportdirektor Oliver Kreuzer. Mit den Absteigern 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig, sowie den Aufsteigern 1860 München, KFC Uerdingen und Energie Cottbus ist die Liga so namhaft besetzt wie noch nie. „Auf keinen Fall schwächer“, ist sie aus Kreuzers Sicht außerdem.

Da wohl auch Hansa Rostock und der SV Wehen Wiesbaden wieder eine gute Rolle spielen werden, „sind wir schnell bei acht, neun oder zehn Mannschaften, die um den Aufstieg mitspielen“. Deshalb ist Kreuzer bei der Zusammenstellung eines konkurrenzfähigen Kaders auch nach zehn Neuverpflichtungen – sieben externen und drei aus dem eigenen Nachwuchs – nur „fast“ durch. „Wir suchen noch einen Innenverteidiger“, sagt Kreuzer. Und es könne sein, dass noch ein zentraler Angreifer verpflichtet werde.

Damit wäre der KSC-Kader dann 31 Spieler stark. Kreuzer gab gestern schließlich auch bekannt, dass der Vertrag mit Martin Stoll um ein Jahr verlängert wurde. Der KSC-Senior, der 35 Jahre alt ist, soll parallel zu seiner vermutlich letzten Saison als Profi im Nachwuchsleistungszentrum des KSC eine Trainertätigkeit übernehmen und ebenso seine Trainerausbildung starten.

Um auf die anvisierte Kaderstärke von 25 (drei Torhüter und 22 Feldspieler) zu kommen, muss der KSC also noch einige Spieler loswerden. Drei davon waren gestern schon nicht mehr beim Trainingsauftakt. Nathaniel Amamoo (Vertrag bis 2020), Severin Buchta (2019) und Malik Karaahmet (2021) wissen, dass der KSC nicht mehr mit ihnen plant. Sie wurden freigestellt, um sich auf Vereinssuche zu begeben. Doch selbst wenn dieses Trio den Wildpark verlässt, was es vermutlich nur mit einer entsprechenden „Entschädigung“ tun wird, muss Kreuzer noch weitere drei Spieler loswerden. Valentino Vujinovic etwa (Vertrag bis 2019), soll „an einen Verein auf guten Niveau“, so der Sportdirektor, ausgeliehen werden.

Dominik Stroh-Engel bald weg?

Nach Adam Ries stehen auf Kreuzers „Abschussliste“ dann noch zwei Namen, die er natürlich nicht preisgibt. Alexander Siebeck, der in der vergangenen Rückrunde an Cottbus ausgeliehen war, könnte einer davon sein. Der zweite ist womöglich Dominik Stroh-Engel (32), der frühere Torjäger des SV Darmstadt 98. Der KSC sei dank der Verpflichtung von Martin Röser (Hallescher FC), Justin Möbius (VfL Wolfsburg) und Saliou Sané (Sonnenhof Großaspach) „offensiv besser geworden“, meint Kreuzer.

Ein besserer Angriff ist auch dringend nötig. „Wir hatten in der vergangenen Saison zwar die beste Abwehr“, erklärt der Sportdirektor die von ihm und dem Cheftrainer zu verantwortenden Transfers, „haben aber zu wenig Tore geschossen.“ Das galt dann auch in der Relegation, in der sich der KSC als Drittliga-Dritter dem Zweitliga-16. FC Erzgebirge Aue beugen musste.