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20.10.2012

Ernüchternd: Torloses KSC-Remis in Babelsberg

Offensiver konnte Markus Kauczinski seine Mannschaft fast nicht aufstellen. Der Trainer vom Fußball-Drittligisten Karlsruher SC ließ beim SV Babelsberg im Mittelfeld die offensiv ausgerichteten Selcuk Alibaz, Hakan Calhanoglu und Gaetan Kreb spielen.

Im Sturm sollten Koen van der Biezen und Rouwen Hennings wirbeln. Doch trotzdem kamen die Wildparkprofis gegen die – vor dem 14. Spieltag – drittschlechteste Abwehr der Liga zu keinem Torerfolg: Wie so oft hieß es auch gegen den Tabellen-18. am Ende 0:0.

Dabei wäre die offensive Ausrichtung fast früh belohnt worden: Wenn Rouwen Hennings seine „dicke Chance“, wie Kauczinski sagte, in der elften Minute zur Führung genutzt hätte. Hennings köpfte die mustergültige Vorarbeit seines Sturmpartners Koen van der Biezen aber aus sechs Metern über den Babelsberger Querbalken.

Von da an ging es bergab: Nur in der Anfangsphase spielten die Wildpark-Profis, deren Fans etwa ein Fünftel der 4 357 Zuschauer im Karl-Liebknecht-Stadion ausmachten, flott nach vorne. Danach passierte das, „was uns immer wieder passiert“, bedauerte Kauczinski. Seine Schützlinge verloren den Faden und machten mit haarsträubenden Fehlern den Gegner stark. Der hatte im gesamten Verlauf der fußballerisch schwachen Partie zwar nur eine Chance, als Sergej Evljuskin einen Eckball ganz knapp neben das KSC-Tor köpfte (16. Minute). Aber auch dem KSC gelang nicht mehr viel. Zum Beispiel verpufften zwei gefährliche Hereingaben von Philipp Klingmann (33.) und Hakan Calhanoglu (45.) wirkungslos, weil die KSC-Stürmer den Ball verpassten.

Harmlos trotz Überzahl

Auch nach dem Seitenwechsel, mit Karim Benyamina anstelle des Gelb-Rot-gefährdeten van der Biezen, wurde der KSC nicht gefährlicher. Christian Benbennek hatte jedenfalls keine Sorgenfalten im Gesicht. „Ein 0:1 stand nicht auf der Tagesordnung“, beschrieb der Trainer des Potsdamer Stadtteilverein die Harmlosigkeit der Gäste. Selbst nachdem sein Mittelfeldspieler Lennart Hartmann die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (75.), musste er nicht zittern. Denn auch in Überzahl hatte der KSC „keine klaren Aktionen“, räumte Kauczinski ein – und wirkte dabei fast schon ein bisschen hilflos.