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Hakan Calhanoglu
26.09.2012

Erst hilflos, dann erfolgreich: KSC schlägt Erfurt 3:0

So deutlich, der 3:0-Sieg des Fußball-Drittligisten Karlsruher SC daherkommen mag: Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf und die Qualität der gestrigen Partie hinweg. Der am Ende so deutliche Sieg ggen Erfurt kam erst in Überzahl und nach einer erschreckend schlechten ersten Halbzeit zustande.

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Die ersten 45 Minuten im Wildparkstadion waren gut geeignet, die knapp 10 000 Zuschauer ihr Kommen bedauern zu lassen. Denn was der KSC ablieferte, war Fußball zum Abgewöhnen. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski, der Martin Stoll und Sebastian Schiek anstelle von Daniel Gordon und Philipp Klingmann in der Startelf aufbot, wirkte verunsichert, hilflos und produzierte Fehler am laufenden Band. So kam nur eine gefährliche Szene vor dem Erfurter Tor zustande – ein Freistoß für die Gastgeber aus etwa 25 Metern. Den aber führte Hakan Calahnoglu so aus, dass er ins Gesamtbild passte – schwach und vorbei (33. Minute).

Da die Thüringer vor der Pause kein einziges Mal erfolgversprechend vor Dirk Orlishausen auftauchten, war der einzige Höhepunkt im ersten Spielabschnitt negativer Art. Gästespieler Marius Strangl sah nach Gelb in der 32. Minute (Ball wegkicken) in der 40. Minute Gelb-Rot (Foul an Haas). Kapital konnte der KSC daraus zunächst nicht schlagen. Die folge: Gellende Pfiffe zur Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit war noch keine Minute gespielt, als Koen van der Biezen die KSC-Fans versöhnte. Der Holländer ließ einen scharfen Flachpass zu Rouwen Hennings durch. Der ließ den Ball in den Lauf seines Stürmerkollegen prallen und van der Biezen wuchtete die Kugel aus etwa 14 Metern in den Winkel. Ein weitere Schuss des Torschützen, mit dem der Gästekeeper keine Probleme hatte (51.), eine gute Chance von Gaetan Krebs (54., vorbei), und ein Versuch von Steffan Haas, bei dem sich Marcus Rickert strecken musste (64.) – das war die anschließende „Ausbeute“ des KSC. Dann ging das Gewürge wieder los und Erfurt war in Unterzahl bis in die Schlussphase hinein dem Ausgleich näher, als der KSC dem 2:0.

Rouwen Hennings – nach toller Vorarbeit von Sebastian Schiek - erzielte dann aber doch noch den erlösenden zweiten Treffer für den KSC (82.). Und Koen van der Biezen erhöhte in der Schlussminute auf 3:0 für die Gastgeber. Die haben nun wegen der Verlegung des Spiels bei den Stuttgarter Kickers auf Mittwoch, den 24. Oktober, eineinhalb Wochen Liga-frei und anschließend das dritte Heimspiel in Folge gegen Unterhaching.

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