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Mit viel Zug zum Korb agierte Kelterns Kristie Mokube im Final-Heimspiel gegen Wasserburg. Foto: Ripberger
Mit viel Zug zum Korb agierte Kelterns Kristie Mokube im Final-Heimspiel gegen Wasserburg. Foto: Ripberger
01.05.2017

Ersten Sieg der Finalserie hauchdünn verpasst: Kelterns Sterne verlieren auch im zweiten Spiel gegen Wasserburg

Keltern. Es war eine vermeidbare Niederlage. „Klar ist man enttäuscht, aber wir haben noch eine Chance. Es ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen“, schaute Kristi Mokube positiv in Richtung drittes Spiel der „Best of 5 Serie“ um die Meisterschaft der Damen Basketball-Bundesliga.

Und dies tat sie trotz der 65:68(31:31)-Niederlage des Grünen Stern Keltern gegen den TSV Wasserburg zu Recht. Die Rutronik Stars waren dem Serienmeister das gesamte Spiel hindurch auf Augenhöhe begegnet und hatten den Zuschauern in der Dietlinger Speiterlinghalle ein gutes Finalspiel geliefert.

Die Truppe von Sterne-Headcoach Christian Hergenröther, der neben den beiden Pointguards Jasmine Thomas und Stina Barnert auch noch auf MajaVucurovic (Anriss des Innenbands) und Linn Schüler verzichten musste, bot den Wasserburgern in den ersten Minuten gut Paroli. Jeden Fehler der Sterne nutzten die Gäste allerdings konsequent aus und spielten sich in Führung. Nach zehn Minuten lag Wasserburg so mit 21:15 vorne. Die Enzkreis-Korbjägerinnen fanden jedoch immer besser ins Spiel und kämpften als Team. Nach zwei Minuten war der Vorsprung der Wasserburger auf einen Zähler geschrumpft. Keltern verteidigte gut, verpasste es aber in den entscheidenden Momenten, die freien Würfe zu nutzen. Dennoch blieben die Sterne in Schlagdistanz und setzten Wasserburg unter Druck. Man war nicht weit entfernt davon, dem Serienmeister ein Bein zu stellen. Zum Pausenpfiff sorgte Quenice Davis mit ihrem Wurf dafür, dass man mit 31:31 in die Kabine gehen konnte.

„Wir hatten unglaublich viele offene Schüsse. Die müssen wir machen. Gerade von der Dreierlinie sind unsere Prozente (24 Prozent) nicht gut genug gewesen, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden“, analysierte Hergenröther. Zudem hatte die Wasserburgerin Sheylani Marie Peddy, die insgesamt 23 Punkte erzielte, gezeigt, warum sie zu den besten Spielerinnen der DBBL gehört.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Sterne ihre Gäste wieder besser im Griff und spielten sich mit 41:36 in Führung. Die Speiterlinghalle bebte, das TSV-Löwen-Maskottchen „Little“ rutschte nervös auf seinem Stuhl herum – der Serienmeister war aus dem Tritt gekommen. Alle Anfeuerungsrufe der rund 50 mitgereisten Gäste-Fans halfen zunächst nicht viel. Dann jedoch ließen die Sterne erneut zu viele Würfe liegen, Wasserburg nutzte dies eiskalt aus. Die Zuschauer sahen einen heißen Meisterschaftsfight und ein Schlussviertel, das beim Stand von 42:41 Spannung pur versprach. Die Mannschaften schenkten sich nichts. Immer wieder wechselte di Führung, kein Team konnte sich absetzen.

Eine Minute vor dem Ende der Partie lag Wasserburg mit 60:59 nur knapp vorne. Nachdem Mokube die Sterne wieder in Führung geworfen hatte, schafften es die Gastgeberinnen aber nicht, den Sack zuzumachen.

„Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Es ist frustrierend, sie waren sowohl in Wasserburg, als auch hier zu knacken“, bedauerte Coach Hergenröther die Niederlage. „Sie haben die besseren Entscheidungen getroffen.“ Nun gelte es, die beiden Niederlagen abzuhaken und das dritte Spiel „frisch anzugehen. Denn das Schönste wäre noch einmal ein letztes Heimspiel zu haben. Wir werden es versuchen, aber die Aufgabe wird nicht einfacher“, hofft Hergenröther darauf, am Mittwoch in Wasserburg ein viertes Spiel zu Hause in Keltern zu erzwingen. „Wir sind bereit für das nächste Spiel und wollen gewinnen“, weiß Mokube, dass die Chance besteht, wenn die Sterne „fokussiert spielen“.